Lange Gesichter beim Blick auf die Energiekosten: Wer derzeit seinen Öltank oder das Pelletslager auffüllt, sollte unbedingt die Preise vergleichen, muss aber dennoch viel tiefer in die Geldtasche greifen als vor einem Jahr. © IHAR ULASHCHYK - stock.adobe.com, AK Stmk
Lange Gesichter beim Blick auf die Energiekosten: Wer derzeit seinen Öltank oder das Pelletslager auffüllt, sollte unbedingt die Preise vergleichen, muss aber dennoch viel tiefer in die Geldtasche greifen als vor einem Jahr. © IHAR ULASHCHYK - stock.adobe.com, AK Stmk
6.12.2021

Preissprung bei Energiekosten

Einen Sprung der Preise nach oben nahmen Treib- und Brennstoffe: Binnen eines Jahres verteuerten sich die Energieträger bis zu 65 Prozent, ergab eine große Preiserhebung der AK-Marktforschung.

Im November schwärmten Preisdetektivinnen und -detektive der AK-Marktforschung zu 203 steirischen Tankstellen aus. Das Ergebnis bestätigt, was Kundinnen und Kunden bei den Beträgen auf den Zapfsäulen erahnten: Es gab einen kräftigen Preissprung. Im Vergleich zu November 2020 kostet Eurosuper um knapp 37 Prozent und Diesel um fast 45 Prozent mehr. Ein Liter Eurosuper war zum Zeitpunkt der Erhebung im Durchschnitt um 1,42 Euro und Diesel um 1,39 Euro zu haben.

Im Zuge der Erhebung wurde auch ein Blick auf Erdgas und Flüssiggas geworfen. Im Durchschnitt kostete Flüssiggas (LPG) 0,94 Euro und Erdgas (CNG) 1,1 Euro.

Zum Vergleich und zum (kleinen) Trost: Der jeweils höchste Stand der Treibstoffpreise war im September 2012 für Eurosuper bei 1,55 Euro pro Liter und für Diesel bei 1,46 Euro.

Kauf-Tipps

Meiden sollten man jedenfalls Autobahntankstellen, denn dort werden zurzeit rund 20 Prozent höhere Preise verrechnet. Ansonsten zahlen sich allzu große Umwege bei der Suche nach Billig-Tankstellen kaum aus, ergab der Preischeck. Wer am Vormittag tankt, spart einen Cent pro Liter.

Heizöl und Pellets

Die Preise für Heizöl wurden bei 22 Anbietern für die Abnahme von 500/1.000/2.000 und 3.000 Litern erhoben. Bei den Holzpellets fragte die Marktforschung bei 17 Unternehmern die Preise für eine Abnahmemenge ab vier und ab sechs Tonnen nach.

Das Auffüllen eines leeren 3.000-Liter-Tanks mit Heizöl kostete Anfang November durchschnittlich 2.676 Euro. Das ist gegenüber dem Vorjahr um 1.059 Euro oder 65 Prozent teurer. Der bisher höchste Preis war vor 13 Jahren, als 3.000 Liter Heizöl 3.174 Euro kosteten. Anfang November bezahlte man für sechs Tonnen Pellets im Schnitt 1.410 Euro. Bei beiden Heizstoffen gilt: Ein Vergleich zahlt sich aus!

Downloads

Links

Das könnte Sie auch interessieren

Junge Frau sitzt nachdenklich vor ihrem Laptop © Prostock-studio, stock.adobe.com

Energie: Änderungen bei Preisen und Verträgen

Was Sie tun können, wenn Ihr Strom- oder Gasanbieter die Tarife erhöht, den Vertrag kündigt oder die Lieferbedingungen ändert.

Im Schnitt rechnen Fachleute in Graz mit 1 Euro an Heizkosten pro Quadratmeter. © pololia - stock.adobe.com, AK Stmk

Heizkosten: 150 Euro für 34 Quadratmeter

Die Heizkostenabrechnungen fallen durch Kurzarbeit und Homeoffice oft höher aus. Die AK hat aber einige Fälle, bei denen es zu teuer wurde.

Beim Heizölkauf vergleichen und sparen! © Africa Studio/stock.adobe.com, AK Stmk

Bei den Heizölkosten sparen

In den vergangenen drei Wochen sind die Preise um 0,13 Prozent gestiegen. Man kann bis zu 387 Euro sparen, ein 3.000-Liter-Tank kostet 4.686 Euro.