29.8.2016

Nach Schlüsseldienst nun unseriöse Handwerker

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Wegen eines Stromausfalls suchte ein Konsument im Internet nach einem Elektriker. Dieser kam auch prompt und tauschte den FI-Schalter aus – für 700 Euro. 

Unseriöse Dienste aus Deutschland

Wie die AK herausfand, steckt hinter dem Anbieter ein der AK bereits bekannter (unseriöser) Schlüsseldienst, der nun sein Tätigkeitsfeld auf andere Handwerksdienste ausgedehnt hat. Und obwohl die Internetadresse auf ein österreichisches Unternehmen schließen lässt, ist die Firma in Deutschland ansässig. „Die haben dann meist nur ein Auto mit einem Techniker in Österreich“, schildert AK-Konsumentenschützer Michael Knizacek. Und: „Der Preis steht meist in keinem Verhältnis zur Leistung die erbracht wurde.“ 

Ins Impressum schauen

Der AK-Experte rät:  „Erstens sollte man nicht die erstbeste Anzeige anklicken und zweitens unbedingt das Impressum anschauen.“ Im Impressum sind das Tätigkeitsfeld des Unternehmens und der Firmensitz ersichtlich. „Konsumenten sollten sich möglichst ortsansässige Unternehmen suchen“, so Knizacek.  

Zahlung hinauszögern

Wer aber schon in der Falle sitzt, sollte trotz Aufforderung nicht sofort zahlen sondern sich einen Erlagschein geben oder eine Rechnung schicken lassen und zur AK kommen. „Wenn bereits gezahlt wurde, wird es schwierig die Kosten für die überteuerten Dienste zurück zu bekommen“, weiß Knizacek.

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