Alkoholfreie Varianten alkoholhaltiger Getränke hat die AK-Marktforschung unter die Lupe genommen. © Temel, AK Stmk
Alkoholfreie Varianten alkoholhaltiger Getränke hat die AK-Marktforschung unter die Lupe genommen. © Temel, AK Stmk
10.5.2021

Alkoholfrei ist nicht gleich alkoholfrei

Das Angebot an alkoholfreien Varianten von üblichen alkoholhaltigen Getränken ist gestiegen und Konsumentinnen und Konsumenten können aus einem immer größer werdenden Sortiment auswählen. Doch was heißt "alkoholfrei" in diesem Zusammenhang?

Laut Österreichischem Lebensmittelbuch, dem Weingesetz sowie in der EU-Verordnung wird "alkoholfrei" mit einem Alkoholgehalt von nicht mehr als 0,5 Volumenprozent (Vol.% oder %vol) definiert. Um das zu erreichen, wird an verschiedenen Stellen im Herstellungsprozess der Getränke eingegriffen, um die Entwicklung von Alkohol zu verhindern bzw. den Alkoholgehalt abzusenken.

EU-Vorschrift sorgt für Verwirrung

Eine verpflichtende Angabe des Alkoholgehalts ist EU-weit aber erst ab 1,2 Volumenprozent vorgeschrieben, sodass Getränke zwischen 0,5 %vol und 1,2 %vol zwar nicht als alkoholfrei bezeichnet werden dürfen, aber auch der Alkoholgehalt nicht angegeben werden braucht. "Das ist aus Konsumentensicht verwirrend und sollte in dem Sinne korrigiert werden, dass der Alkoholgehalt ab 0,5 %vol immer anzugeben ist", sagt AK-Marktforscherin Andrea Büdenbender.

Preisvergleich lohnt sich

Bei Sichtung des bestehenden Angebots an einzeln erhältlichen Flaschen und Dosen mit alkoholfreiem Wein, Bier bzw. Biermischgetränken, Sekt und Spirituosen hat die AK-Marktforschung festgestellt, dass sich, wie bei alkoholischen Getränken auch, ein Preisvergleich lohnt: So kostete in den Diskontern und Supermärkten in Graz und Graz Umgebung Ende März beispielsweise eine 0,5-l-Dose alkoholfreies Bier zwischen 0,39 und 1,15 Euro. Ebenfalls sollte in Hinblick auf die enthaltene Restalkoholmenge ein genauer Blick auf das Etikett geworfen werden. Bei den 124 Flaschen und Dosen wurden 43 mit 0,0%vol, 69 mit bis zu maximal 0,5%vol gekennzeichnet und bei zwölf Getränken gab es keinen diesbezüglichen Hinweis.

Downloads

Links

Das könnte Sie auch interessieren

3 Radfahrer mit E-Bike © ARochau , stock.adobe.com

Kosten-Check für das Radl-Service

Die AK hat bei 31 Betrieben einen Preis- und Leistungscheck in puncto Fahrradservice vorgenommen. Die Angebote fallen sehr unterschiedlich aus.

Ein gesundes Angebot ist in den Snackautomaten selten zu finden. © zigres - stock.adobe.com, AK Stmk

Getränke- & Snackautomaten in steirischen Schulen

Eine von der AK beauftragte Überprüfung der Verpflegungssituation durch Automaten an steirischen Schulen brachte ernüchternde Ergebnisse.

Fahrradbote mit Handy © mnirat - stock.adobe.com, AK Stmk

Lieferdienste: Was die Boten kosten

Die bequeme Zustellung von Burger, Pizza & Co wird gerne angenommen. Die Fahrradbotinnen und -boten hingegen kämpfen für faire Arbeitsbedingungen.