14.2.2022

Vorsicht, nicht jede Versicherung hilft im Schadensfall

Von einem Versicherungsabschluss gleichzeitig mit dem Kauf von Waren rät der AK Konsumentenschutz ab: Die Möglichkeit zum Vergleich fehlt.

Bei vielen Waren, vor allem im Elektronik- Bereich, wird sofort eine Versicherung dazu angeboten, das heißt, dass man sie direkt mitkauft. Das Problem bei dieser Verkaufsmasche ist, dass Konsumentinnen und Konsumenten hier keine Möglichkeit haben, die Leistungen oder den Preis der angebotenen Versicherung zu vergleichen. "Wer eine solche Versicherung abschließt, sollte den Vertrag genau lesen", sagt Bettina Schrittwieser, Leiterin des AK-Konsumentenschutzes: "Aus Erfahrung wissen wir, dass die Unfälle, die häufig passieren, oft nicht versichert sind."

Die FFP2-Maske eines Konsumenten blieb beim Abnehmen an einem Brillenbügel hängen: Die Brille fiel zu Boden und der Rahmen brach. Auch er hatte damals beim Kauf eine Versicherung abgeschlossen, aber dieser Schadenshergang, der häufig passiert, war nicht versichert.

Automatische Verlängerung unzulässig

Ein weiteres Problem ist die Dauer der Versicherung: Diese wird auf ein Jahr abgeschlossen, verlängert sich in den meisten Fällen aber automatisch. "Eine automatische Verlängerung ist aber nur zulässig, wenn der Konsument rechtzeitig darüber informiert wird, wann er kündigen muss, sollte er keine Verlängerung wünschen", erklärt Schrittwieser. Diese Information erfolgt aber bei vielen Versicherungen nicht. "Wer nicht informiert worden ist und keine Verlängerung will, hat auch nichts zu bezahlen", so die Konsumentenschützerin. Für all jene, die einen Abbuchungsauftrag haben und bei denen das Geld bereits abgebucht wurde, gilt, dass sie den Betrag zurückfordern können.

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