Frau entleert Sparschwein © underdogstudios, Fotolia
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AK half Mutter aus der Spesenfalle

57 Euro wurden für das Schließen eines Sparbuches verlangt. Nach dem Einschreiten des AK-Konsumentenschutzes ging es kostenlos.

Die Dichte ihres Filialnetzes hat die Bank Austria in den letzten Jahren aus Kostengründen massiv zurückgefahren. Einer Kundin aus einem Grazer Randbezirk war nach der Schließung der lokalen Filiale der weite Weg zu einem der übrig gebliebenen Standorte zu umständlich. Die Frau entschloss sich, bei der vor Ort vertretenen Steiermärkischen Sparkasse ein neues Sparbuch für ihren Sohn zu eröffnen. Der Kundenbetreuer der Sparkasse übernahm es, das Sparbuch bei der Bank Austria zu kündigen.

50 Euro Extrakosten

Die Frau hatte jedoch nicht mit dem Abzug von 57 Euro gerechnet, die für die Übertragung des Guthabens von der Bank Austria auf ein Fremdkonto verlangt wurden. AK-Konsumentenschützerin Sandra Battisti: „Bei der Bank blitzte die Konsumentin mit ihrer Beschwerde ab. Nach unserem Einschreiten wurden die 50 Euro Extrakosten und die sieben Euro Gebühr für Zahlscheine zurückgezahlt.“

Gebühren höher als die Zinsen

Derzeit sind schlechte Jahre für das Sparen. Die von den Banken gezahlten Zinsen sind viel niedriger als die Inflation. Laut einer Erhebung der AK in Wien fressen zudem Spesen in vielen Fällen die mageren Zinsen auf. Die AK-Expertin vertritt die Rechtsmeinung, dass eine Verrechnung von Spesen laut Aushang nicht erlaubt ist, sondern im Sparbuch an auffälliger Stelle ersichtlich sein muss.

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Vergleichen und genau schauen kann Ärger und auch Geld sparen. © AK Stmk, olly - stock.adobe.com

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