Mit einem vermeintlichen Gewinnspiel versuchen Betrüger, an Daten von Nutzerinnen und Nutzern heranzukommen. © -, AK Stmk
Mit einem vermeintlichen Gewinnspiel versuchen Betrüger, an Daten von Nutzerinnen und Nutzern heranzukommen. © -, AK Stmk

AK warnt vor falschen Milka-Gewinnspielen via WhatsApp

Im beliebten Messenger WhatsApp macht derzeit ein angebliches Oster-Gewinnspiel des Schokoladenherstellers Milka die Runde. Die AK Steiermark warnt davor, Links in der Nachricht zu öffnen – denn dahinter lauern Betrüger.

Viele Nutzerinnen und Nutzer von WhatsApp und Facebook erhalten derzeit von Bekannten Nachrichten mit dem (grammatikalisch nicht ganz korrekten) Text: "Kostenlosen Oster-Geschenkkörben von Milka. 5.000 Gratisgeschenke für Sie". Doch dabei handelt es sich um Fake-Nachrichten, mit denen Betrüger versuchen, an persönliche Daten zu kommen, warnt die steirische Arbeiterkammer.

Teure Abos statt Schoko-Eier

Wer die Nachricht öffnet, landet auf einer Webseite, die zwar der Originalseite von Milka ähnelt. Doch bereits die Domain-Endung ".ru" (für Russland) weist darauf hin, dass es hier nicht ganz mit rechten Dingen zugeht, wie auch die Online-Aufklärungsplattform Mimikama betont, die das Fake-Gewinnspiel ebenfalls unter die Lupe genommen hat. Auf der Website werden die Nutzerinnern und Nutzer aufgefordert, Fragen zu beantworten und die Nachricht auch an ihre Kontakte weiterzuleiten. Wer das alles tut, landet schlussendlich freilich nicht bei einem Milka-Gewinnspiel, sondern bei zahlreichen fragwürdigen Angeboten für Apps mit (teuren) Abo-Modellen. Und dabei gibt es ein weiteres Risiko: "Wer den Link in der Nachricht öffnet, läuft Gefahr, sich einen Trojaner einzufangen – eine Schadsoftware, die womöglich private Daten am Smartphone ausspionieren oder an Unbekannte weiterleiten könnte", erklärt AK-Konsumentenschützerin Katharina Gruber. 

Hersteller warnt

Auch der Schokoladenhersteller selbst warnt inzwischen vor dem falschen Gewinnspiel: Diese Aktionen seien nicht von Milka und „verfolgen nur den Zweck personenbezogene Daten zu erhalten, um die Teilnehmer im Anschluss zu kontaktieren“, heißt es in einer offiziellen Stellungnahme. 

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