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Rund um den Black Friday locken zahlreiche Online-Händler mit (vermeintlichen) Rabatten und Aktionspreisen. © artiemedvedev , stock.adobe.com
18.11.2022

Black Friday: Schnäppchen oder Lockangebot?

Auch heuer lockt der Black Friday wieder mit vielen Schnäppchen. Doch das Shopping im World Wide Web birgt so manche Tücken. Damit Käuferinnen und Käufer wirklich profitieren können, hat der Konsumentenschutz der AK Steiermark die wichtigsten Tipps zum sicheren Einkaufen zusammengefasst.

Um Rabatte möglichst verlockend wirken zu lassen, gehen Händler bei ihren Aktionspreisen meist von sehr hohen Listenpreisen aus. Was auf den ersten Blick ein Schnäppchen ist, kann sich als Normalpreis-Produkt herausstellen. "Gerade bei teuren Produkten sollten Kunden die Preise über eine längere Zeit beobachten und Vergleichsportale wie www.geizhals.at oder www.idealo.at sowie Preiswecker nutzen", rät AK-Konsumentenschützerin Christina Posadas. Ebenfalls ein wichtiger Tipp: Sich nicht durch Spezialangebote auf bestimmte Zeit unter Druck setzen lassen. Posadas:  "Countdowns gehören genauso wie angeblich 'streng limitierte' Kontingente zu den Tricks, Konsumenten zum Kauf zu bewegen."

Daten schützen

Unbedingt notwendig ist es, beim Einkauf auf eine verschlüsselte Datenübertragung (https) zu achten – so werden die eigenen Bankdaten vor fremdem Zugriff geschützt. "Online-Shopping in öffentlichen WLAN-Netzen sollte vermieden werden, so werden persönliche Daten ebenfalls geschützt", sagt die Konsumentenschutzexpertin.

Seriöser Shop?

Konsumenten sei dringend geraten, den Online-Shop auf ein vollständiges, fehlerfreies Impressum, AGBs, Widerrufs- und Rückgaberechte sowie Datenschutzbestimmungen und Gütezeichen zu prüfen. Auf www.saferinternet.at finden sie aktuelle Fallen und Fakeshops. Posadas: "Vor allem bei unbekannten Shops sollten Vorauszahlungen vermieden werden." Sollte das Angebot gar zu verlockend sein, mit Lastschrift, Kreditkarte, Paypal oder "Käuferschutz" zahlen.

Sonstige Kosten beachten

Immer auf die Versandkosten achten. Bei großen und sperrigen Waren können zusätzliche Speditionskosten anfallen, die das Schnäppchen zunichtemachen. Wer online in den USA oder anderen Nicht-EU-Ländern kauft: es gelten dort andere Gesetze, auch muss mit Forderungen des Zolls gerechnet werden.

Rücktrittsrecht bei Online-Bestellungen

Onlinekäufe können 14 Tage lang widerrufen werden. Wichtig: Das gesetzlich verankerte Rücktrittsrecht gilt nur bei Onlineshops innerhalb der EU. Die Kosten für die Warenrücksendung tragen grundsätzlich die Kunden.

Video: Shopping-Tipps für den Black Friday

Video: AK-Expertin Christina Posadas gibt Tipps zum Black Friday (bitte Bild anklicken). © stock.adobe.com, AK Stmk
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