Online-Preise zunehmend intransparent
Online-Spiele verbinden Millionen Menschen weltweit. Ob am Smartphone, PC oder an der Konsole – gespielt wird in jedem Alter. Vielen ist aber nicht bewusst, dass dabei oft umfangreiche persönliche Daten gesammelt werden. Die AK-Studie „Privatsphäre in Online-Spielen“ zeigt, welche Informationen erhoben werden und wie Sie Ihre Daten besser schützen können.
Online-Spiele sammeln häufig mehr Daten als für das Spielen notwendig wäre.
Dabei können unter anderem verarbeitet werden:
Je nach Spiel entstehen daraus detaillierte Nutzerprofile.
Online-Spiele sind längst ein Milliardengeschäft. Einnahmen stammen nicht nur aus dem Verkauf von Spielen oder In-App-Käufen. Auch Nutzerdaten sind für viele Anbieter wirtschaftlich interessant.
Sie zeigen beispielsweise,
Diese Informationen können für die Weiterentwicklung von Spielen, personalisierte Werbung oder andere kommerzielle Zwecke genutzt werden.
Viele Spiele benötigen eine dauerhafte Internetverbindung. Dadurch werden laufend Informationen übertragen und gespeichert.
Dazu gehören unter anderem:
Welche Daten tatsächlich verarbeitet werden, hängt vom jeweiligen Spiel und den aktivierten Berechtigungen ab.
Viele Anbieter informieren nur unzureichend darüber,
Datenschutzerklärungen sind häufig lang und schwer verständlich. Dadurch fällt es Konsument schwer, eine informierte Entscheidung zu treffen.
Hinzu kommt: Datenbanken von Spieleplattformen können Ziel von Hackerangriffen werden.
Kinder und Jugendliche nutzen Online-Spiele besonders häufig. Gleichzeitig können sie die Folgen einer umfangreichen Datensammlung oft noch nicht einschätzen.
Eltern sollten deshalb
Damit Konsument ihre Daten besser schützen können, braucht es:
Mit wenigen Maßnahmen können Sie Ihre Privatsphäre besser schützen.
Geben Sie nur jene Informationen an, die für die Nutzung des Spiels unbedingt erforderlich sind. Nutzen Sie nach Möglichkeit eine separate E-Mail-Adresse oder ein Pseudonym.
Prüfen Sie regelmäßig die Datenschutz- und Privatsphäre-Einstellungen des Spiels und Ihres Geräts.
Erteilen Sie Apps nur jene Berechtigungen, die tatsächlich notwendig sind – etwa für Standort, Kamera oder Kontakte.
Nutzen Sie ein Spiel dauerhaft nicht mehr, löschen Sie den Account. So verhindern Sie, dass persönliche Daten unnötig gespeichert bleiben.
Verwenden Sie starke Passwörter, aktivieren Sie wenn möglich die Zwei-Faktor-Authentifizierung und halten Sie Betriebssystem sowie Sicherheitssoftware aktuell.
Online-Spiele machen Spaß, sammeln aber häufig umfangreiche persönliche Daten. Wer bewusst mit seinen Informationen umgeht, Datenschutzeinstellungen nutzt und nur notwendige Daten preisgibt, kann seine Privatsphäre besser schützen.
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