13.2.2017
Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Festplattenabgabe beim Handyvertrag?

Eine Festplatte liegt auf Euro-Geldscheinen. © Fotolia.com/Thomas Scherr, AK Stmk

Eine Konsumentin wandte sich an die Arbeiterkammer, um ihren Handyvertrag vorzeitig aufzulösen. Sie sollte bei der Rechnung plötzlich den einmaligen Posten "Speichermedienvergütung" mit 2,50 Euro zahlen und fühlte sich, milde ausgedrückt, ein wenig getäuscht. Da diese Abgabe aber erstens als Kleingedrucktes im Vertrag unterschrieben wurde und zweitens es gesetzlich vorgeschrieben ist, konnte die verärgerte Frau nicht vorzeitig ihren Vertrag auflösen.

Was ist eine Speichermedienvergütung?

Seit Oktober 2016 ist man verpflichtet, für Smartphones, Tablets, PCs, Laptops aber auch für SD-Karten oder USB Sticks eine sogenannte Speichermedienvergütung an die Verwertungsgesellschaft AKM zu zahlen. So werden die Urheber von Musik, Film, Texten und Bildern über diese pauschale Abgabe bezahlt. Die Speichermedienvergütung wird auch Festplattenabgabe genannt.
Beim Kauf eines neuen Smartphones wird unabhängig von der Größe des Speichers die Speichermedienvergütung vom Mobilfunkanbieter verrechnet. Im Fall von A1 wird das über die erste Handy-Rechnung eingehoben und nicht beim Kauf des Handys. A1 sagt dazu: „Wir haben uns entschieden, diese Abgabe nicht in den Gerätepreis einzurechnen, um die Abrechnung mit der Verwertungsgesellschaft transparenter und einfacher zu gestalten.“ Sie verrechnen einmalig 3 Euro für Mobiltelefone, 4,50 Euro für Tablets und 6 Euro für PCs.

TIPP

Die AK rät, immer gut die Verträge durchzulesen, bevor sie unterschrieben werden. Denn falls Sie unzufrieden sind, ist ein vorzeitiger Austritt aufgrund der Speichermedienvergütung nicht möglich.


Achtung bei "günstigen" Käufen auf Messen

Von auf Messen abgeschlossenen Verträgen kann man nicht mehr zurück treten. Vorsicht auch vor Anbietern aus dem Ausland.

Tablets: Es geht auch günstig

Neuer VKI-Test zeigt: Wer auf ein bisschen Luxus verzichten kann, findet auch preisgünstige Tablets mit brauchbarer Leistung. Zwei Tablets fallen auf.

Teure Apps: Bub gab 570 Euro aus

Achtung vor In-App-Käufen: Ein halbes Monatsgehalt einer jungen Mutter rettete die Arbeiterkammer. Bezahlfunktion war nicht deaktiviert.

TeilenZu Merkzettel hinzufügen

Facebook-Funktion aktivieren

Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen
Zum Seitenanfang
Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
OK