Im Schnitt rechnen Fachleute in Graz mit 1 Euro an Heizkosten pro Quadratmeter. © pololia - stock.adobe.com, AK Stmk
Im Schnitt rechnen Fachleute in Graz mit 1 Euro an Heizkosten pro Quadratmeter. © pololia - stock.adobe.com, AK Stmk
08.03.2021

Heizkosten: 150 Euro für 34 Quadratmeter

Die überhöhten Heizkostenabrechnungen der Grazer Firma Förster Real Service GmbH beschäftigen derzeit das AK-Konsumentenschutzteam. Mehrere Fälle sind auf ihren Schreibtischen gelandet. Sie entsprechen nach Meinung der Expertinnen und Experten nicht dem Heizkostenabrechnungsgesetz.

Zu hoch und zu spät

"Sie sind einerseits viel zu spät gelegt worden, also schon nach Ablauf der Frist, und überdies haben wir festgestellt, dass sie unplausibel hohe Werte beinhalten: Die Heizkosten sind mehr als verdoppelt worden, teilweise sogar fast verdreifacht", sagt Bettina Schrittwieser, Leiterin des AK-Konsumentenschutzes. Im Schnitt rechnen die Fachleute in Graz etwa mit einem Euro Heizkosten pro Quadratmeter, im vorliegenden Fall werden bis zu drei Euro pro Quadratmeter berechnet. In einem vorliegenden Fall werden für eine 34 m2 kleine Wohnung 150 Euro Heizkosten verlangt.

Klärung nicht möglich

Schrittwieser: "Wir haben Heiztechniker als Konsulenten beschäftigt, die diese Rechnungen auch inhaltlich prüfen, die uns bestätigen, dass da irgendein Fehler vorliegen muss. Das kann nicht stimmen." Ein Versuch, mit dem Unternehmen eine Klärung herbeizuführen, ist bisher gescheitert: "Wir bekommen leider keine inhaltlichen Antworten. Uns wird nur mitgeteilt, dass alles richtig sei, wenn wir überhaupt eine Antwort bekommen", ärgert sich Schrittwieser.

Mehrere Häuser in Graz und der Steiermark sind laut Arbeiterkammer betroffen. Schrittwieser: "Wir gehen davon aus, dass weit mehr Haushalte von diesen überhöhten Heizkostenabrechnungen betroffen sind, als uns bisher bekannt sind."

Nur plausiblen Betrag zahlen

Die Expertin rät AK-Mitgliedern, die hohe Nachzahlungen haben, sich an die AK zu wenden und erst nach Beratung die Heizkosten zu überweisen: "Vor allem dann, wenn die Abrechnung mehr als ein Jahr nach Ablauf der Heizperiode zugesendet wird und wenn sie unerwartet hoch ist, sollten Mieter skeptisch sein." Sollte tatsächlich eine Klage kommen, unterstützt die AK ihre Mitglieder mit einem Rechtsschutz.

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