Pfleger schiebt Bett am Krankenhausflur © spotmatikphoto, fotolia.com
Während der Corona-Pandemie gelten neue berufsrechtliche Bestimmungen für Gesundheitsberufe. © spotmatikphoto, fotolia.com

Änderungen im Berufsrecht für die Dauer der Pandemie

Medizinisch-technische Dienste (MTD-Berufe)

Das sind: Biomedizinische AnalytikerInnen, DiätologInnen, ErgotherapeutInnen, LogopädInnen, OrthoptikerInnen, PhysiotherapeutInnen, RadiologietechnologInnen. Normalerweise dürfen nur Menschen einen MTD-Beruf ausüben, die auch im Gesundheitsberuferegister eingetragen sind. Für die Dauer einer Pandemie gibt es jedoch zukünftig Ausnahmen.  Wenn jemand eine Ausbildung zu einem MTD-Beruf im Inland abgeschlossen hat, aber noch nicht im Gesundheitsberuferegister (GBR) eingetragen ist, darf diese Person den erlernten MTD-Beruf für die Dauer der Pandemie trotzdem ausüben.

Personen, die für ihre MTD-Ausbildung im Ausland eine Anerkennung oder eine Nostrifikation erhalten haben, müssen zumeist vorgeschriebene Auflagen, wie z. B. Ergänzungsausbildungen, erfüllen, bevor sie in Österreich tätig werden können. Für die Dauer einer Pandemie dürfen sie das auch dann, wenn die verlangten Ergänzungsausbildungen noch nicht abgeschlossen sind.

Auch in den medizinisch-technischen Laboratoriumsdiensten gibt es für die Dauer einer Pandemie Sonderregelungen. So können Laboruntersuchungen vom Fachpersonal vorübergehend auch ohne ärztliche Anordnung durchgeführt werden. Und um ausreichend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den medizinischen Laboren sicherzustellen, dürfen während einer Pandemie auch Menschen medizinische Laboruntersuchungen machen, die ein geeignetes naturwissenschaftliches oder veterinärmedizinisches Studium abgeschlossen haben (MTD-G §4 Abs 5).

Gesundheits- und Krankenpflege

Für die Dauer einer Pandemie dürfen Personen ohne pflegerische Ausbildung und ohne die Qualifikation "Unterstützung in der Basisversorgung", kurz UBV, unterstützende Tätigkeiten bei der Basisversorgung durchführen. Dabei ist auf die entsprechende Dokumentation zu achten und sicherzustellen, dass alle Informationen über Veränderungen des Zustandes des begleiteten Menschen an die anordnende Pflegeperson weitergegeben werden (GuKG §3a Abs 7).

Normalerweise dürfen nur Menschen einen Pflegeberuf ausüben, die auch im Gesundheitsberuferegister eingetragen sind. Für die Dauer einer Pandemie gibt es jedoch zukünftig Ausnahmen.  Wenn jemand eine Ausbildung zu einem Pflegeberuf im Inland abgeschlossen hat, aber noch nicht im GBR eingetragen ist, darf diese Person den erlernten Pflegeberuf für die Dauer der Pandemie trotzdem ausüben.

Personen, die für ihre Pflegeausbildung im Ausland eine Anerkennung oder eine Nostrifikation erhalten haben, müssen zumeist vorgeschriebenen Auflagen, wie z.B. Ergänzungsausbildungen erfüllen, bevor sie in Österreich tätig werden können. Für die Dauer einer Pandemie dürfen sie das auch dann, wenn die verlangten Ergänzungsausbildungen noch nicht abgeschlossen sind. Das gilt sowohl für den gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege als auch für die Pflegeassistenzberufe.