Vögele ist insolvent: 394 Angestellte sind österreichweit betroffen. © Johann-Schwarz/SEPA.Media-picturedesk.com, AK Stmk
Vögele ist insolvent: 394 Angestellte sind österreichweit betroffen. © Johann-Schwarz/SEPA.Media-picturedesk.com, AK Stmk

Vögele-Insolvenz: 100 steirische Beschäftige betroffen

Die nachhaltige Sanierung von Vögele ist gescheitert, weil der einzige Investor, Lex Hes mit "Miller & Monroe", abgesprungen ist. Und das, obwohl der Sanierungsplan zur Gänze erfüllt wurde. Vor dem Hintergrund dieser Insolvenz war das für die Beschäftigten und auch für den Betriebsrat sehr überraschend, zumal im Vorfeld nicht über eine mögliche Insolvenzgefahr gesprochen wurde.

Es gibt Kündigungsfristen

Insgesamt sind 394 Angestellte betroffen, in der Steiermark sind es 100 Beschäftigte. In dieser Woche werden von den noch 51 bestehenden Filialen 41 geschlossen. Die betroffenen Filialen und Beschäftigten werden nach erfolgter Schließung bekannt gegeben. Die Auflösung der Arbeitsverhältnisse erfolgt unter Beachtung des er am 3. Mai eingeleiteten Kündigungsfrühwarnsystems. Das bedeutete, dass Kündigungen innerhalb von 30 Tagen nicht möglich sind, außer das AMS gewährt ausnahmsweise eine Fristverkürzung.

Versammlungstermine folgen

Wie im letzten Insolvenzverfahren werden die Beschäftigten in den einzelnen Filialen nach Einberufung von Belegschaftsversammlungen ausführlich beraten. Beratungstermine werden zwischen den Betriebsräten, der Arbeiterkammer und der Gewerkschaft in den einzelnen Bundesländern vereinbart.

Achtung

"Beenden Sie nicht eigenständig und ohne Beratung der AK das Dienstverhältnis", warnt Bruno Sundl, Leiter der AK-Insolvenzabteilung. In jenen Fällen, wo es schon aktuelle Jobangebote gibt, am besten an die nächste AK wenden, um gemeinsam die beste Lösung zu finden. 

Grundsätzlich ist es nicht notwendig, Kontakt zur AK aufzunehmen, da alle Infos über den Betriebsrat kommen. Bei Notfällen steht Anita Aust zur Verfügung.

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