3.5.2016

Höhe des Insolvenz-Entgelts

Bild teilen

Für gesicherte Entgeltansprüche – ausgenommen gesetzliche Abfertigung und eine allfällige Betriebspension, für welche eigene Limitbestimmungen gelten – gebührt Insolvenz-Entgelt in der Höhe der zweifachen Höchstbeitragsgrundlage nach dem ASVG. 
Der Anspruch auf Insolvenz-Entgelt ist limitiert mit der Höhe der zweifachen Höchstbeitragsgrundlage nach dem ASVG, das sind im Monat 9.720 Euro brutto (2016). Diese Höchstgrenze bezieht sich immer auf den jeweiligen monatlichen Entgeltanspruch ohne anteilige Sonderzahlungen, für welche die zweifache Höchstbeitragsgrundlage gesondert zur Anwendung kommt.

Dafür gebührt Insolvenz-Entgelt

Wenn also einem (freien) Arbeitnehmer/einer (freien) Arbeitnehmerin z.B. drei Monatsgehälter nicht bezahlt wurden, erhält er/sie maximales Insolvenz-Entgelt für diese Gehälter in der Höhe von 3 x 9.720 Euro brutto. In der Praxis werden diese Höchstgrenzen kaum erreicht. Für Barauslagen (z.B. Benzinrechnungen), Aufwandersätze (z.B. Diäten) und Schadenersatzansprüche mit Ausnahme der Kündigungsentschädigung gebührt das Insolvenz-Entgelt unlimitiert. Für Urlaubsersatzleistungen wird das Insolvenz-Entgelt ebenfalls limitiert, wobei für 26 Werktage Urlaub maximal 9.720 Euro brutto gewährt werden. Sonderbestimmungen bestehen auch für Firmenpensionen.

Musterbrief

Das könnte Sie auch interessieren

Industrie, Industrie 4.0, Digitalisierung, digitaler Wandel, Arbeit, Ingenieur, Technik, Techniker, Modell © Fotolia.com/Boggy, AK Stmk

Arbeiten im Insolvenzfall

Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens lässt das Arbeitsverhältniss unberührt. Nur der Insolvenzverwalter kann bestehende Arbeitsverhältnisse beenden.

Leere Lagerhallen und keine Arbeit - Darf Sie ihr Chef nach Hause schicken? © sk_design, fotolia.com

Betrieb­s­über­gang vor In­sol­venz

Wenn ein Betrieb den Inhaber wechselt, gehen die davon betroffenen Arbeitsverhältnisse automatisch vom Veräußerer eines Betriebes über.

Entlassung, Arbeit, Küdigung, Unterdrücken, Mobben © Fotolia.com/Laurent Hamels, AK Stmk

Auf­lö­sung Ar­beits­ver­hält­nis­

Sowohl dem Arbeitgeber als auch dem Arbeitnehmer stehen die gewöhnlichen arbeitsrechtlichen Lösungsarten nach der Insolvenzeröfffnung zur Verfügung.