E-Card
© Sozialversicherung

E-Card-Gebühr ist im November fällig

Das Serviceentgelt für die E-Card für das Jahr 2027 beträgt 26,85 Euro und  wird von dem:der Arbeitgeber:in oder der beitragsauszahlenden Stelle (z. B. AMS) am 15. November 2026 eingehoben.  

Neu: Auch Pensionist:innen zahlen

Ab dem Beitragsjahr 2027 müssen auch Pensionist:innen die E-Card-Gebühr bezahlen. Die PVA zieht den Betrag im November 2026 automatisch von der Pension ab. 

Wer ist von der E-Card-Gebühr befreit?

Von der Gebühr befreit sind u. a. 

  • Geringfügig Beschäftigte
  • mitversicherte Ehepartner:innen, Lebensgefährt:innen und Kinder
  • Personen ohne laufenden Entgeltbezug am Stichtag (z. B. während Karenz, Wochengeldbezug)
  • Präsenz- und Zivildiener und
  • Asylwerber:innen in der Grundversorgung

Außerdem alle Personen, die wegen ihrer sozialen Schutzbedürftigkeit von der Rezeptgebühr befreit sind (z. B. Bezieher:innen einer Ausgleichszulage; Bezieher:innen von Sozialhilfe/Mindestsicherung). 

Achtung: Wer die jährliche Obergrenze für Rezeptgebühren erreicht hat, ist dadurch nicht automatisch von der E-Card-Gebühr befreit.

Tipp

Ein Antrag auf Befreiung von der Rezeptgebühr gilt immer auch als Antrag auf Befreiung von der E-Card-Gebühr. Und umgekehrt.

E-Card-Gebühr doppelt bezahlt?

Haben Sie mehrere Arbeitgeber:innen, wird die Gebühr auch mehrmals eingehoben. Aber einmal zahlen genügt. Heben Sie sich daher die November-Lohnzettel gut auf. Sie können bares Geld wert sein. Und so geht’s: Sie schicken Kopien der Lohnzettel mit einem formlosen Antrag zur Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), und die zu viel bezahlten Gebühren werden rückerstattet.

E-Card gilt für alle Vertragsärzt:innen

Die E-Card gilt für alle Vertragsärzt:innen in Österreich.

Die Rückseite der E-Card (Europäische Krankenversicherungskarte) gilt bei Vertragspartner:innen und Vertragskrankenanstalten in allen EU-Staaten (in Zypern nur im Südteil), in Island, Norwegen, Liechtenstein, Großbritannien und der Schweiz.

In Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien, Serbien und in Montenegro gilt die Europäische Krankenversicherungskarte auch. Vor der Behandlung müssen Sie sich aber bei dem zuständigen Sozialversicherungsträger vor Ort eine Anspruchsbescheinigung ("Behandlungsschein") holen.

Für Reisen in die Türkei müssen Sie weiterhin einen bilateralen Auslandsbetreuungsschein ("Urlaubskrankenschein") bei Arbeitgeber:in oder der ÖGK beantragen. Vor der Behandlung müssen Sie diesen Schein beim türkischen Krankenversicherungsträger in einen Behandlungsschein umtauschen.


Jedes Jahr eine neue E-Card? 

Sie bekommen die E-Card nicht jedes Jahr neu, sie bleibt gültig. 

E-Card mit Foto

Mit 01.01.2020 wurde eine neue Generation von E-Cards mit Foto ausgegeben. Bis Ende 2023 mussten alle E-Cards ohne Foto ausgetauscht werden.

Davon ausgenommen sind Kinder unter 14 Jahren sowie Personen über 70 Jahren und Personen ab Pflegestufe 4. Sobald die gesetzliche Ausnahme nicht mehr zutrifft (z. B. Erreichen des 14. Lebensjahres; Wegfall der Pflegestufe oder Herabsetzung unter Stufe 4), wird die E-Card ohne Foto gesperrt! Innerhalb einer Übergangsfrist von 150 Tagen kann ein Foto nachgebracht werden und ein Arztbesuch ist mit Sozialversicherungsnummer und Ausweis weiterhin möglich.

Hier finden Sie genauere Informationen zur E-Card ohne Foto. 

E-Card vergessen beim Arztbesuch? 

Wenn Sie die Karte beim Arzt- oder Spitalsbesuch in Österreich nicht dabeihaben, genügt zur Behandlung auch Ihre Sozialversicherungsnummer. Wichtig ist, dass Sie die E-Card jedenfalls nachbringen.

Wichtig!

Wenn Ihre Karte verloren gegangen ist oder sie gestohlen wurde, melden Sie sich bitte bei der E-Card Servicenummer unter 050 124 3311.

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