10.5.2021

Viel Geld für Kellner schuldig geblieben

Anfang März des Vorjahres wurden die Berichte über Corona und die Auswirkungen immer dramatischer, dann stand plötzlich der Lockdown mit der Schließung sämtlicher Gaststätten im Raum. Zu diesem Zeitpunkt beschloss der Besitzer eines kleinen Kaffeehauses nahe Graz zu handeln und Kosten zu reduzieren: Er einigte sich mit seinem Kellner auf eine einvernehmliche Auflösung des Arbeitsvertrages.

Als bei der Abrechnung und der restlichen Zahlung einiges nicht zu stimmen schien, fragte der Mann bei der AK nach. Tatsächlich fand Juristin Verena Stiboller heraus, dass der letzte Lohn nicht vollständig gezahlt worden war und eine Vielzahl an Überstunden und der nicht verbrauchte Urlaub finanziell unberücksichtigt geblieben waren.

Überstunden genau mitschreiben

Die AK hat für den Kellner 3.450 Euro erstritten. Im Gerichtsverfahren konnte ein Vergleich geschlossen werden. Die Juristin rät allen Beschäftigten, die Arbeitszeiten und besonders die Überstunden genau mitzuschreiben, um vor Gericht einen Beweis zu haben.

Downloads

Links

Kontakt

Kontakt

05-7799-0

Anfragen bitte via Formular.

Tiefenberatung
Termin für ausführliche Beratung bitte unter 05-7799-3000.

Das könnte Sie auch interessieren

Mann am Flughafen

Heimflug aus USA brachte Entlassung mit sich

Ein Grazer flog zu Beginn der Pandemie mit der letzten Maschine aus Amerika heim. Doch sein Arbeitgeber war dagegen.

Der gekündigte Produktionsmitarbeiter wandte sich an die AK, die eine Wiedereinstellung erwirken konnte.

Kündigung nach "zu vielen" Krankenständen

Die AK Leoben half einem begünstigt behinderten Arbeitnehmer sich gegen seine unrechtmäßige Kündigung zu wehren. Der Mann erhielt seinen Job zurück.

Verzweifelte Frau in einem Dienstleistungsbetrieb

Kellnerin ausgenutzt: AK-Klage bringt 4.000 Euro

Beschäftigte müssen korrekt entlohnt werden. Ein Arbeitgeber blieb seiner Mitarbeiterin 4.000 Euro schuldig, die AK schaltete das Gericht ein.