Die Abopreise der Streamingdienste sind deutlich in die Höhe geschossen
Die Abopreise der Streamingdienste sind deutlich in die Höhe geschossen © PixelboxStockFootage, stock.adobe.com
26.5.2026

Streamingboom mit Kostenexplosion

Streamingdienste sprießen seit ihrem Start in Österreich wie Pilze aus dem Boden. Neben den Platzhirschen Netflix und Amazon Prime haben sich auch Anbieter wie Disney+, Apple TV oder Paramount+ erfolgreich am heimischen Markt etabliert. Nicht nur die Vielfalt hat zugenommen, auch die Abopreise sind deutlich in die Höhe geschossen.

Um Licht in den stetig wachsenden Streaming-Dschungel zu bringen, hat die Marktforschung der Arbeiterkammer eine Studie beauftragt, die die Preissteigerungen der Anbieter unter die Lupe nimmt. Das Ergebnis: Alle Plattformen haben ihre Preise seit dem Markteinstieg deutlich angehoben.

Drehen an der Preisschraube

Streaming-Urgestein Netflix verfolgt bei seinem Standard- und Premium-Paket eine interessante Preisstrategie: „Über geringe, aber regelmäßige Erhöhungen stieg der Preis des Standard-Abo von 8,99 Euro pro Monat im Jahr 2014 um 55,62 Prozent auf 13,99 Euro im Vorjahr. Noch stärker ist dieser Effekt beim Premium-Tarif erkennbar. Kostete dieses Paket 2014 noch 11,99 Euro, stieg der Preis bis 2024 auf 19,99 Euro. Macht unterm Strich eine Preiserhöhung um 66,72 Prozent“, erklärt Studienautor Moritz Koch. 

Rapider Anstieg

Bei den neueren Anbietern, die seit 2019 in den Markt eingestiegen sind, fielen die Preissprünge rasanter aus (siehe Grafik). Besonders deutlich wird dieser Umstand bei Disney+ und Apple TV, deren Abopreise sich mehr als verdoppelten. „Einen Sonderfall stellt der Sport-Streamer DAZN dar, dessen Preiserhöhungen von insgesamt 200,2 Prozent bereits Thema juristischer Auseinandersetzungen sind. So erklärte der Oberste Gerichtshof (OGH) nach einer Beschwerde des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) die von DAZN durchgeführten Preissteigerungen als rechtswidrig.“ 

Streamen ohne Bindung

Welche Möglichkeit besteht, um Geld zu sparen? „In den USA gibt es den Trend, dass man immer nur einen Anbieter abonniert. Da Streamingdienste in Österreich in der Regel ohne Bindung abonnierbar sind, wäre dies ein Weg, um Kosten zu reduzieren“, so AK-Marktforscher Josef Kaufmann. 

Kostenlose Alternativen

Wer sich die teuren Abonnements nicht leisten kann oder will, kann auf Gratis-Plattformen wie ORF On und Joyn zurückgreifen oder bei Anbietern wie maxdome oder YouTube Filme einzeln buchen. Kostenlosen Filmgenuss bietet auch die AK Steiermark über filmfriend, wo über 3.500 Filme, Serien und Dokus gestreamt werden können. Notwendig dafür ist lediglich ein kostenloser Ausweis für die Bibliothek der AK Steiermark.


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