AK-Erfolg: Bank muss Kundin nach falscher Beratung 5.000 Euro erstatten
Mit falschen Versprechungen brachte eine Bank eine Pensionistin dazu, eine Lebensversicherung abzuschließen. Das böse Erwachen kam zwei Jahre später.
Das Ersparte mit gutem Gewissen vermehren: Das versprechen sogenannte nachhaltige Aktienfonds, die in Firmen investieren mit guter Umweltbilanz, gerechten Arbeitsbedingungen und fairen Löhne. Doch die Versprechen sind ungenau, zeigt eine AK-Studie.
Nachhaltige Aktienfondsonds (auch ESG- oder grüne Fonds) investieren in Unternehmen, die neben finanziellen Erträgen auch ökologische, soziale und ethische Kriterien berücksichtigen. Diese Fonds erhalten ein EU-Label. Doch was wirklich drinsteckt, bleibt oft unklar, zeigt die von der AK-Marktforschung beauftragte Studie „Soziale Kriterien in nachhaltigen Finanzanlagen“
In der Studie wurden 40 nachhaltige Aktienfonds aus aller Welt untersucht. Wichtigste Frage: Wie gut achten diese Fonds auf soziale Themen wie Löhne, Arbeitsschutz und Gleichstellung? Das Ergebnis: Die meisten Fonds bekommen beim Thema Unternehmensführung eine sehr gute Bewertung, doch die Sozialbewertung fällt deutlich schwächer aus. Man sieht als Anlegerin oder Anleger meist nur die Gesamtnote – die oft besser aussieht, als der soziale Einzelwert für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und hohe Arbeitssicherheit. Außerdem gibt es große Unterschiede zwischen den Regionen. Fonds mit vielen europäischen Unternehmen schneiden sozial besser ab als solche mit amerikanischen oder asiatischen Firmen, weil hier strengere Gesetze gelten.
Wem soziale Aspekte bei der Geldanlage wichtig sind, sollte sich den Einzelwert dafür (Social Score") anschauen und ob in Europa investiert wird. Auch kann man nach der Häufigkeit von Arbeitskonflikten oder Diskriminierung fragen. Da diese Infos nicht verpflichtend im Fondsprospekt sein müssen, fordert die Arbeiterkammer mehr Klarheit und echte Einzelbewertungen für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung.
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