Eine neue AK-Bildungsstudie zeigt: Die Schülerinnen und Schüler wünschen sich mehr Praxis, späteren Unterrichtsbeginn und mehr Selbstbestimmer. © Halfpoint - stock.adobe.com, AK Stmk
Eine neue AK-Bildungsstudie zeigt: Die Schülerinnen und Schüler wünschen sich mehr Praxis, späteren Unterrichtsbeginn und mehr Selbstbestimmer. © Halfpoint - stock.adobe.com, AK Stmk

Bildungsweg steirischer Schulkinder nach Pflichtschule (nicht immer) ideal

Mehr als 30 Prozent der Schulkinder mit Pflichtschulabschluss haben die ideale Schule gefunden. Diese entspricht ihren Interessen, setzt Schwerpunkte und bietet einen Maturaabschluss – so die spontanen Nennungen von 80 Prozent der Befragten einer AK-Studie.

Für AK-Präsident Josef Pesserl entscheidet sich schon in der Schulausbildung die berufliche Zukunft: "Eine optimale Schulausbildung ist der beste Weg in die Berufswelt." Um den Status quo in der Steiermark zu überprüfen, führte das Meinungsforschungsinstitut bmm im Auftrag der AK eine persönliche Befragung von rund 500 Schülerinnen und Schülern sowie Direktorinnen und Direktoren, Eltern und Absolventinnen und Absolventen durch. Tenor der vier Gruppen: es herrscht Zufriedenheit – mit Verbesserungspotential. Denn 15,3 Prozent besuchen nicht die ideale Schule. Die Schülerinnen und Schüler wünschen sich mehr Praxisbezug, späteren Unterrichtsbeginn und Selbstbestimmung bei der Fächerwahl, so Studienautorin Claudia Brandstätter.

Studienautorin Claudia Brandstätter und AK-Präsident Josef Pesserl präsentierten die Bildungsstudie. © Graf-Putz, AK Stmk
Studienautorin Claudia Brandstätter und AK-Präsident Josef Pesserl präsentierten die Bildungsstudie. © Graf-Putz, AK Stmk

Berufliche Zukunft

Pesserl: "Schulen müssen besser auf das Berufsleben vorbereiten. Die derzeit angebotenen Schwerpunkte reichen nicht." Besonders bei der Ausbildung im Bereich der Digitalisierung habe die Steiermark Aufholbedarf. Vor allem an den BMS, AHS und HLW müssten entsprechende Schwerpunkte angeboten werden. Der AK-Präsident appelliert aber auch an die Politik: "Die Schulen brauchen viel mehr Unterstützung." 

Neuer Alltag für Eltern

Die Hauptlast tragen derzeit vor allem die Eltern: Knapp die Hälfte gibt an, dass der vom Kind besuchte Schultyp mit erhöhtem finanziellem Aufwand verbunden ist. Bei einem Viertel hat sich der persönliche Alltag verändert, so wurden unter anderem Dienstzeiten angepasst. Dabei spielen sie eine große Rolle bei der Entscheidung, welcher Schultyp besucht wird: Sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Absolventen geben an, dass neben den Eltern das persönliche Interesse, die Berufsaussichten und die Karrierechancen die Hauptmotive für die Schulwahl waren. Dennoch hatten mehr als 40 Prozent der Schulkinder bei der Wahl der weiterführenden Schule nicht das Gefühl, aus einer Vielfalt wählen zu können. Regional gibt es Unterschiede im Schulangebot.

Tipp

Die AK bietet Schülerinnen, Schülern und Eltern umfassende (Beratungs-)Angebote, um die Schulwahl zu erleichtern: 05-7799-2427 oder bjb@akstmk.at.


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