13.6.2013

Studienberechtigungsprüfung


Mann und Frau zwischen Tafeln © Contrastwerkstatt, Fotolia.com

Dieses Bild teilen über:

Twitter | Facebook

Bild teilen

Um ein Studium zu beginnen, ist nicht unbedingt die Matura oder die Berufsreifeprüfung notwendig: Die Studienberechtigungsprüfung (SBP) ermöglicht den Zugang zu einer bestimmten Studienrichtungsgruppe, die an einer Universität angeboten wird.

Darüber hinaus gibt es die Studienberechtigungsprüfung für Fachhochschulen, pädagogische Hochschulen und für Kollegs. Die SBP gilt auch als Ersatz der Matura für die PharmareferentInnenprüfung, das Psychotherapeutische Propädeutikum und die Hebammenakademie.

Zulassung

Die erste wichtige Entscheidung betrifft die Auswahl der angestrebten Ausbildung und die Bildungseinrichtung, bei der Sie diese absolvieren wollen. Sie müssen bei der künftigen Ausbildungsstelle (z.B. an das Rektorat der entsprechenden Universität) einen Antrag auf Zulassung zur SBP stellen.


Für Universitäten ("univesitäre SBP") gilt:

  • Mindestalter 20 Jahre
  • studienbezogene (berufliche oder außerberufliche) Vorbildung
  • EWR-Staatsbürgerschaft (oder daueraufenthaltsberechtigte Drittstaatsangehörige)

Für Kollegs und Pädagogische Hochschulen („schulische SBP“) gilt: 

  • Mindestalter 22 Jahre oder
  • Mindestalter 20 Jahre, wenn eine Lehre oder berufsbildende Schule absolviert wurde (z.B. eine Handelsschule) und man durch einen weiteren Lehrgang auf insgesamt vier Bildungsjahre kommt

Für Fachhochschulen gilt:

Es gibt keine gesetzlich vorgeschriebenen Studienberechtigungsprüfungen, meist wird eine verwandte universitäre SBP vorgeschrieben. Für BewerberInnen mit einschlägiger Vorbildung können Prüfungsteile entfallen.

So funktioniert die Studienberechtigungsprüfung:

Jede Studienberechtigung erlangt man durch 5 Einzelprüfungen: 

  • Aufsatz (auf Deutsch) zu einem allgemeinen Thema
  • 2 bis 3 Pflichtfächer (unterschiedlich je nach angestrebter Ausbildung)
  • die restlichen (1-2) Prüfungen sind Wahlfächer und beinhalten meistens ausgewählte Kapitel des künftigen Studiums (hier gibt es Anrechnungen, wenn man bereits eine Meister- oder Befähigungsprüfung hat)

Vorbereitungslehrgänge

Vorbereitungslehrgänge gibt es bei Erwachsenenbildungseinrichtungen und vereinzelt auch an den Universitäten. Zumindest eine Prüfung muss an der aufnehmenden Bildungseinrichtung abgelegt werden. Man kann sich aber auch im Selbststudium vorbereiten und dann alle Prüfungen an der Hochschule (Uni, Akademie, Kolleg) ablegen. Jede Prüfung kann maximal zweimal wiederholt werden.

Vorbereitungslehrgänge:

An der Universität Graz, an der FH Joanneum und an der Pädagogischen Hochschule.

Das könnte Sie auch interessieren

Worauf bei einer Fortbildung achten?

AK-Bildungsexperte Thomas Hraba zählt auf, woran man vor einer Fortbildung denken sollte. Bei weiteren Fragen einfach melden: 05/7799-2427.

Studierende lernen gemeinsam vor Laptop © stock.adobe.com/contrastwerkstatt, AK Stmk

Gute Vorbereitung ist das halbe Studium

Im Frühling gilt es sich für den Studienplatz im Herbst anzumelden. Die FH Joanneum macht Aufnahmeprüfungen. Aber auch an der Uni gibt es Fristen.

Studierende in er Bibliothek vor einem Laptop.  © stock.adobe.com/Solislmages, AK Stmk

Studium: Was kostet ein Konto?

Die AK-Marktforschung nahm Konten für Studierende bei neun steirischen Banken unter die Lupe.