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Berufspraktische Tage/Wochen


Orientierung © ioannis kounadeas, Fotolia.com

Was sind „Berufspraktische Tage und Wochen“?

In vielen Schulen werden „Berufspraktische Tage oder Wochen“ durchgeführt. Meist wird dazu „Schnupperlehre“ gesagt. Hier hast du als Schüler/in die Chance, im Rahmen dieser Schulveranstaltung einen Einblick in die Arbeitswelt zu bekommen.
Du hast die Möglichkeit, Betriebe genauer unter die Lupe zu nehmen, Arbeitsvorgänge kennen zu lernen und eventuell auch kleine Handgriffe unter Anleitung auszuprobieren.
Nur so kannst du für dich selbst feststellen, ob du diesen Beruf einmal ausüben möchtest.

Wozu nützt eine Schnupperlehre?

Du musst bald die schwierige Entscheidung treffen, wie dein weiterer Ausbildungsweg aussieht. Dabei kann dir die Schnupperlehre helfen.
Die Schnupperlehre soll dich auf die Arbeitswelt vorbereiten. Du lernst in Betrieben Berufe kennen und welche Anforderungen dazu notwendig sind. Du kannst erkennen, ob dir ein bestimmter Beruf Spaß macht.

Pflichten und Entlohnung

Du musst dich an die Anweisungen deiner Lehrer/innen und der Mitarbeiter/innen des Betriebes halten, vor allem was Gefahren im Betrieb angeht. Solltest du den Ablauf der Schulveranstaltung stören oder die Sicherheit der Teilnehmer/innen gefährden, kann dich dein/e Lehrer/in ausschließen und nach Hause schicken.

Da die Schnupperlehre als Schulveranstaltung gilt und nicht als Arbeitsverhältnis, hast du keinen Anspruch auf Entlohnung.

Wenn du außerhalb der Schulzeit „schnupperst“ und konkrete Arbeiten verrichten musst, entsteht ein Arbeitsverhältnis und du musst wie ein/e Hilfsarbeiter/in bezahlt werden. Der Arbeitgeber muss dich bei der Gebietskrankenkasse anmelden und dir Lohn, unter Umständen auch Urlaubszuschuss, Weihnachtsgeld und eine Ersatzleistung für Urlaub bezahlen. Schreib deine Arbeitszeiten genau mit und melde dich bei der AK-Jugend. Wir werden deine Ansprüche für dich einfordern.

Wann darfst du eine Schnupperlehre machen?

Eine Schnupperlehre ist gesetzlich nur dann erlaubt, wenn sie von deiner Schule als Schulveranstaltung organisiert wird.
Eine Schnupperlehre außerhalb einer Schulveranstaltung z.B. in den Sommermonaten ist nicht erlaubt.
Solltest du dich doch zu einer Betriebsbesichtigung außerhalb der Schulzeit entschließen, um dir vor Antritt der Lehre den Betrieb und die Berufsvoraussetzungen näher anzusehen, so darfst du dir nur den Betrieb ansehen, jedoch nicht arbeiten. Bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres oder bis zur späteren Beendigung deiner Schulpflicht darfst du kein Arbeitsverhältnis eingehen.

Wo kannst du eine Schnupperlehre machen?

Deine Berufskundelehrer/innen suchen gemeinsam mit deinen Eltern und dir Betriebe aus, wo du „schnuppern“ kannst. Die Berufskundelehrer/innen organisieren dir auch die Schnupperlehre.

Wie lange dauert eine Schnupperlehre?

Im Lehrplan der Schule ist festgelegt wie lange die Schnupperlehre dauert, ob einzelne Tage oder eine ganze Woche dazu vorgesehen sind.

Ist die Schnupperlehre ein Arbeitsverhältnis?

Die Schnupperlehre ist weder ein Arbeits- noch ein Ausbildungsverhältnis, sondern Teil deines Schulunterrichts. Du hast keine Verpflichtung zu arbeiten. Nur wenn du selbst willst und deine Aufsichtsperson es erlaubt, kannst du unter Anleitung Handgriffe ausprobieren. Auf keinen Fall brauchst du Reinigungsarbeiten oder ähnliches im Betrieb machen. Du kannst auch zu keiner Arbeitsleistung gezwungen werden.

Hast du fixe Arbeitszeiten?

Die tägliche Anwesenheitspflicht wird von deiner/m Berufskundelehrer/in festgelegt.
Deine Anwesenheit im Betrieb ist nur am Tag erlaubt. Die Nachtruhe beginnt um 20 Uhr und endet um 6 Uhr morgens.
In Betrieben wie z.B. einer Bäckerei, die Nachtarbeit verrichtet, kannst du deine Schnupperlehre daher nur am Tag absolvieren.

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