Wichtig ist, tägliche Arbeitszeiten genau und regelmäßig aufzuzeichnen. © AboutLife - stock.adobe.com, AK Stmk
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5.7.2021

Unbezahlte Überstunden: Lehrling ausgenutzt

Aufgrund der hohen Auftragslage im Betrieb leistete ein  junger Südsteirer während seiner Lehre zum Kraftfahrzeugtechniker laufend Mehrarbeits- und Überstunden. Sein Chef wollte jedoch nicht, dass er diese zusätzlichen Stunden in seinen Zeiterfassungslisten angibt. Aus Angst, seine Lehrstelle zu verlieren, unterschrieb der 19-Jährige die gefälschten Listen. "Der junge Mann meldete sich schließlich bei der AK, weil er sich ungerecht behandelt fühlte", schildert AK-Jugendexpertin Linda Handl.

Arbeitszeiten mitschreiben

Glücklicherweise hatte der Südsteirer seine tatsächlichen Arbeitszeitaufzeichnungen selbst auf einem Kalender mitgeschrieben. 19-Jährigen seine Ansprüche berechnet und die Auszahlung der Mehrleistungen vom Unternehmer gefordert werden. Dieser lieb jedoch stur und weigerte sich, woraufhin AK-Arbeitsrechtsexperte Thorsten Bauer vor Gericht ging. Mit Erfolg: "Der Arbeitgeber wurde verpflichtet, dem Lehrling einen Betrag von rund 3.500 Euro zu bezahlen", so Bauer.

Wichtige Info

  • Grundsätzlich sollte man nie gefälschte/nicht korrekte Arbeitsaufzeichnungen unterschreiben.
  • Bei Unregelmäßigkeiten/Wenn man unbezahlt Überstunden macht, sind die Verfallsfristen zu beachten, man sollte sich umgehend bei der AK melden.
 

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