Mutter­schutz

Als Dienstnehmerin haben Sie Anspruch auf Mutterschutz, ebenso wie Lehrlinge und Heimarbeiterinnen.

Sonderbestimmungen gibt es teilweise für Dienstnehmerinnen, die in Privat­haus­halt­en beschäftigt sind sowie für Bedienstete in bestimmten Zweigen des öffentlichen Dienstes. Für Landarbeiterinnen gelten die Bestimmungen des Land­arbeits­ge­setz­es und der Landarbeitsordnung.

Das Mutterschutzgesetz gilt unabhängig von

  • Ihrer Staatsbürgerschaft
  • der Dauer Ihres Dienstverhältnisses
  • dem Ausmaß Ihrer Beschäftigung, sprich der Arbeitszeit

So lange haben Sie Anspruch auf Mutterschutz

Als werdende Mutter dürfen Sie in den letzten 8 Wochen vor dem Ent­bind­ungs­termin nicht arbeiten. Das ist die sogenannte Schutzfrist. Besteht Gefahr für Sie oder Ihr Kind, können Sie bereits früher frei gestellt werden, wenn Ihr Fach­arzt die Freistellung befürwortet und schriftlich begründet. Endgültig über die Freistellung entscheidet jedoch die Arbeitsinspektionsärztin oder der Amts­arzt, der ein Freistellungszeugnis ausstellt. Das Freistellungszeugnis ist dem Dienst­geber vorzulegen, der Sie ab sofort nicht mehr beschäftigen darf.

Wenn Sie Ihr Kind vor oder nach dem Geburtstermin bekommen, verkürzt bzw. verlängert das die Schutzfrist vor der Geburt entsprechend.

Während des Mutterschutzes erhalten Sie Woch­en­geld

Der Mutterschutz nach der Entbindung dauert 8 Wochen. Wenn sich die Schutz­­frist vor der Entbindung verkürzt hat, weil der Geburtstermin nicht richt­ig errechnet war, verlängert sich die Schutzfrist nach der Geburt im Ausmaß der Verkürzung auf höchstens 16 Wochen. Bei Frühgeburten, Mehr­lings­ge­burt­en oder Kaiserschnitt beträgt die Schutzfrist nach der Entbindung mindestens 12 Wochen.

Während des Mutterschutzes erhalten Sie von der Krankenkasse Wochengeld. Ihr Arbeitgeber zahlt in diesem Zeitraum keinen Lohn bzw. Gehalt.

Nicht vergessen:

Informieren Sie Ihren Dienstgeber 4 Wochen bevor Sie den Mutterschutz antreten!

Zum Arzt während der Arbeitszeit?

Lange, oft unflexible Arbeitszeiten und kurze Öffnungszeiten in der Arztpraxis. Werdende Mütter haben es oft nicht leicht, ärztliche Untersuchungen mit dem Arbeitsalltag zu koordinieren.

Doch keine Sorge - ärztliche Untersuchungen, v.a. die Mutter-Kind-Pass-Unter­such­ungen können Sie auch während der Arbeitszeit machen lassen, wenn es Ihnen nicht möglich oder zumutbar ist, sie sonst durchzuführen. Ihr Arbeit­geber ist verpflichtet, Ihnen während dieser Zeit Ihren Lohn bzw. Ihr Gehalt ganz normal weiter zu bezahlen.