Ver­hind­er­ungs­karenz

Unvorhergesehene Schwierigkeiten, Todesfälle oder Erkrankungen machen es manchmal unmöglich, das Kind in der Karenz weiter zu be­treu­en.

In so einem Fall – im Gesetz als „unvorhersehbares und unabwendbares Ereignis“ bezeichnet - kann der zweite Elternteil auf Verlangen die sogenannte Verhinderungskarenz in Anspruch nehmen.

So beantragen Sie Verhinderungskarenz

Informieren Sie sofort Ihren Dienstgeber über die Verhinderung und die vor­aus­sicht­liche Dauer. Auch wenn Sie Ihre Karenz bereits verbraucht oder für einen späteren Zeitpunkt angemeldet haben, haben Sie Anrecht auf die Ver­hind­er­ungs­karenz.

Als unvorhersehbares und unabwendbares Ereignis gilt:

  • Tod
  • Aufenthalt in einer Heil- und Pflegeanstalt
  • Verbüßung einer Freiheitsstrafe
  • schwere Erkrankung
  • Wegfall des gemeinsamen Haushaltes des Vaters mit dem Kind oder der überwiegenden Betreuung des Kindes

Eine solche Verhinderung ist zeitlich nicht limitiert, endet grundsätzlich jedoch jedenfalls mit Vollendung des zweiten Lebensjahres des Kindes. Im Falle einer Verhinderungskarenz beginnt der Kündigungs- und Entlassungsschutz mit der Mitteilung an den Dienstgeber und endet 4 Wochen danach.

Downloads

Links

Das könnte Sie auch interessieren

Vater füttert Baby mit Fläschchen © Günter Menzl , stock.adobe.com

Zeitliche Lücke bei Elternkarenz kann Job kosten

Um bei einer Elternkarenz Kündigungsschutz zu bekommen, darf es keine zeitliche Lücke zwischen der Karenz von Mutter und Vater geben.

Ehepaar mit Baby © Studio Romantic , stock.adobe.com

Längere Väterkarenz ist Turbo für Jobrückkehr der Mütter

Karenz ist Elternsache. Aber nur 3 Prozent der Väter in Partnerschaft gehen mehr als 3 Monate in Karenz. Arbeitgeber haben oft wenig Verständnis.

Vater hält Baby © Andriy Petrenko, stock.adobe.com

Papa­monat & Anrechnung der Karenz­zeiten

Für wen gilt der Papa­monat? In welchem Zeit­raum und wie lange kann er genutzt werden? Wie der Papa­monat funktioniert, erfahren Sie hier.