Be­kannt­gabe der Schwanger­schaft

Sobald Sie von der Schwangerschaft wissen, müssen Sie Ihren Chef in­for­m­ieren. Damit Ihr Dienstgeber die gesetzlichen Mutter­schutz­be­stimm­ungen ein­halten kann. Es ist aber kein Entlassungsgrund, wenn Sie die Schwangerschaft nicht melden.

Gleichzeitig mit der Schwangerschaft müssen Sie Ihren Dienst­geber auch über den voraussichtlichen Geburtstermin informieren, denn ge­wisse Tätigkeiten sind ab einem bestimmten Zeitpunkt der Schwangerschaft nur mehr be­schränkt erlaubt oder verboten. Beispiele: Arbeit im Stehen, Akkord­arbeiten.

Ihr Dienstgeber ist verpflichtet, die Beschäftigungsverbote zu beachten. Und er muss das Arbeitsinspektorat schriftlich darüber informieren, dass er eine Schwangere beschäftigt.

Ärztliche Bescheinigung

Sie müssen eine ärztliche Bestätigung über die Schwangerschaft vorlegen, wenn Ihr Dienstgeber es ausdrücklich verlangt.

Pflichten des Dienstgebers

Ihr Dienstgeber muss dem Arbeitsinspektorat folgende Daten bekannt geben:

1. Name der werdenden Mutter
2. Alter der werdenden Mutter
3. Tätigkeit und Arbeitsplatz
4. voraussichtlicher Geburtstermin

Wichtig!

Wenn es in Ihrem Betrieb einen Betriebsarzt gibt, muss er vom Dienst­geber über Ihre Schwangerschaft informiert werden.

Können Sie von der Arbeit frei gestellt werden?

Wenn bei Fortdauer der Beschäftigung Gefahr für Leben oder Gesundheit von Ihnen oder Ihrem Kind besteht, können Sie bereits vor der Schutzfrist vom Dienst frei gestellt werden. Dazu müssen Sie eine ärztliche Bestätigung vor­legen.

Von wem erhalte Sie während der Freistellung Ihr Geld?

Sie erhalten das sogenannte „vorgezogene Wochengeld“ von Ihrer zuständigen Krankenkasse, und zwar für die Dauer der ärztlich bestätigten Freistellung.

Schwangerschaft während der Probezeit

Sie sind nicht verpflichtet, dem Arbeitgeber die Schwangerschaft während der Probezeit mitzuteilen. Hat der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis während der Probezeit aufgelöst, weil Sie schwanger sind, ist dies eine unzulässige Dis­krimi­nierung auf Grund des Geschlechtes und ein Verstoß gegen das Gleich­be­handlungs­gesetz. Die Auflösung kann innerhalb von 14 Tagen nach Ausspruch der Auflösung beim Arbeits- und Sozialgericht bekämpft werden.

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