Jugendliche stehen zusammen und schauen nach oben
Mehr als 2.000 Jugendliche wurden für die Studie befragt. © Racle Fotodesign , stock.adobe.com
17.2.2026

Vorsichtig optimistisch und zielorientiert: Die Sicht der Jungen auf die Arbeitswelt

Die 7. Steirische Jugendstudie der ARGE Jugend gegen Rassismus und Gewalt zeigt den Optimismus junger Menschen, ihre beruflichen Wünsche in der Zukunft verwirklichen zu können, aber auch, dass Mädchen vorsichtiger hoffen.

Mehr als 2.000 Jugendliche, von der 8. bis zur 13. Schulstufe, sowohl AHS-Schüler:innen als auch Berufsschüler:innen haben ihre Einstellungen zu verschiedenen Lebensbereichen offengelegt. Ein Schwerpunkt der Studie, die das Markt- und Meinungsforschungsinstitut x-sample im Auftrag der ARGE Jugend gegen Rassismus und Gewalt durchgeführt hat, lag auf dem digitalen Alltag der jungen Leute. Auskunft gaben sie aber auch über ihre beruflichen Erwartungen und ihre Einstellung zu Leistung. Die Studie wurde von der Stadt Graz, dem Land Steiermark, der Arbeiterkammer Steiermark und der Wirtschaftskammer Steiermark kofinanziert. 44,8 Prozent der Befragten waren junge Frauen.

Mädchen brauchen Ermutigung

"Mehr als acht von zehn Jugendlichen sind sich sehr oder eher sicher, dass ihre beruflichen Wünsche einmal in Erfüllung gehen werden – das ist ein erfreulicher Wert. Während über 35 Prozent der männlichen Befragten sehr sicher sind, war es nur ein Viertel der weiblichen. Mädchen brauchen offensichtlich noch etwas mehr Ermutigung – und reale Chancen, sich beruflich entfalten zu können", betont AK-Gleichstellungsreferentin Bernadette Pöcheim. Burschen blicken etwas zuversichtlicher in die Zukunft als Mädchen – nicht nur in beruflicher Hinsicht: Über 45 Prozent bezeichnen sich als "sehr zuversichtlich", was auf nur gut 38 Prozent der Mädchen zutrifft.

Anerkennung von außen

Die drei wichtigsten Motivationsfaktoren für Schülerinnen, gute Leistungen zu erbringen, sind die Aussicht, ihre eigenen Ziele zu erreichen, das Lob der Eltern und das Bedürfnis, die Erwartungen anderer zu erfüllen. Für Schüler hingegen zählt das Interesse am Thema mehr als die Erwartungshaltung anderer. Auch im Lehrbetrieb steht das Bedürfnis, eigene Ziele zu erreichen an erster Stelle der motivierenden Faktoren. Darüber hinaus streben die Jugendlichen vielfach nach Anerkennung durch Ausbildner:innen und Arbeitskolleg:innen – die weiblichen Lehrlinge häufiger als die männlichen.

"Es ist grundsätzlich positiv, Anerkennung zu suchen", betont Pöcheim. "Mädchen und junge Frauen dürfen aber ruhig auch mehr auf ihre positive Selbsteinschätzung achten."

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