Käthe Leichter © -, AK Stmk
Käthe Leichter © -, AK Stmk

Käthe Leichter – Kampf für Frauen

Am 19. März 1911 fand der 1. Internationale Frauentag in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA statt. Die Forderung war das aktive und passive Wahlrecht für Frauen. Mehr als eine Million Frauen gehen auf die Straße, eine bis dahin beispiellose Massenbewegung.

Eine herausragende Österreichische Persönlichkeit, die für die Rechte der Frauen gekämpft hat, ist Käthe Leichter. Käthe Leichter war zwar – beispielsweise 1931 – auf Frauenkonferenzen in der Steiermark zu Gast, lebte aber vornehmlich in Wien. Aufgrund ihrer herausragenden Bedeutung für die Rechte arbeitender Frauen, wird ihre Geschichte im Foyer der Grazer AK bis 17. März ausgestellt.

Auch im Widerstand aktiv

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Käthe Leichter leitete von 1925 bis 1934 das Referat für Frauenarbeit in der Wiener Arbeiterkammer. Ihr Wirken in der AK hat maßgeblich zu wichtigen Reformen für die Belange von arbeitenden Frauen beigetragen. 1927 gab sie die wegweisende Studie "Frauenarbeit und Arbeiterinnenschutz in Österreich" heraus. Viele ihrer Anliegen konnten nicht mehr zur Umsetzung gelangen. 1934 wurde sie durch die Diktatur des Austrofaschismus in die Illegalität gedrängt, arbeitete aber weiter für ihre Überzeugung und war im Widerstand aktiv. Aufgrund ihrer jüdischen Herkunft und wegen ihres politischen Engagements für die Sozialdemokratie wurde Käthe Leichter ab 1938 von den Nationalsozialisten verfolgt. Nach ihrer Verhaftung musste sie über zwei Jahre im Gefängnis und schließlich im Konzentrationslager Ravensbrück verbringen. 1942 wurde sie durch das nationalsozialistische Verbrecherregime ermordet. 

Käthe Leichter (1895 – 1942)

  • 1895 in Wien geboren (geb. Pick)
  • 1918 Abschluss des Studiums der Rechts- und Staatswissenschaften in Heidelberg
  • 1919 wissemschaftliche Mitarbeiterin der Staatskommission für Sozialisierung und Konsulentin im Finanzministerium
  • 1921 Heirat
  • 1924 und 1930 Geburt der Söhne Heinz/Henry und Franz
  • 1925 – 1934 Leitung des Referat für Frauenarbeit AK Wien Mitglied im Frauenkomitee der SDAPÖ
  • 1932 erste Frau im Betriebsrat der AK
  • 1934 – 1938 Widerstand gegen den Austrofaschismus
  • 1938 verfolgt von der NS-Justiz; Verhaftung und Internierung
  • 1942 Ermordung durch das nationalsozialistische Verbrecherregime

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