Die 6 Vorteile einer Elternteilzeit gegenüber einer klassischen Teilzeit
Wer den Unterschied zwischen herkömmlicher Teilzeitbeschäftigung und Elternteilzeit nicht kennt, verzichtet womöglich auf wichtige Rechte.
Die Krankenstandsquote der Frauen übertrifft mittlerweile jene der Männer. Gründe dafür liegen in der veränderten Arbeitswelt, aber auch in der Berechnungsmethode.
In den frühen 1980er-Jahren lag die Krankenstandsquote von Männern noch 25 Prozent über jener der Frauen, dann verringerte sich der Abstand, bis im Jahr 2009 Gleichstand herrschte (bei 3,6 Prozent). Die Quote steht für das Verhältnis der Krankenstandstage zum gesamten geleisteten Arbeitsvolumen.
Seit 2010 übertrifft die Krankenstandsquote der Frauen durchgehend jene der Männer. Der kürzlich erschienene Fehlzeitenreport 2026, erstellt vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung WIFO im Auftrag des Dachverbands der Sozialversicherungsträger, der AK und der WKO, verzeichnet für Frauen eine Krankenstandsquote von 4,2 Prozent; bei Männern sind es 3,9. Frauen sind im Schnitt 15,5 Tage pro Jahr krankgemeldet, Männer 14,1 Tage.
Für diese Entwicklung gibt es mehrere Gründe: Einerseits haben Männer und Frauen ein jeweils anderes Körper- und Krankheitsbewusstsein, andererseits erklärt sich die Geschlechterdifferenz aus den Risiken typischer Männer- und Frauenberufe. In Industrie und Bauwesen, also männlich dominierten Branchen, wurde das Arbeiten in den vergangenen Jahrzehnten durch Hilfsmittel körperlich weniger anstrengend und es fielen weniger Krankenstandstage an. Weiters zeigen sich die Auswirkungen des angehobenen gesetzlichen wie realen Frauenpensionsalters: Ältere Arbeitnehmerinnen wie Arbeitnehmer sind häufiger krank – und nun gibt es mehr ältere Frauen im Berufsleben als noch vor wenigen Jahrzehnten. Lag im Jahr 2000 der Anteil der 50- bis 59-Jährigen an der Gesamtzahl der Arbeitnehmerinnen noch bei 11,9 Prozent, betrug er ein Vierteljahrhundert später bereits 26,6 Prozent. Eine Rolle spielt auch die Umstellung der Erhebungsmethode im Jahr 2000, die bei Frauen zu höheren Quoten geführt hat.
"Das Nachziehen der Frauen bei der Krankenstandsquote durch den Zuwachs an älteren Arbeitnehmerinnen zeigt, wie wichtig gerade zum jetzigen Zeitpunkt die Schaffung eines gesundheitsfördernden Arbeitsumfelds ist. Die kommenden Jahre, in denen das gesetzliche Frauenpensionsalter noch weiter steigt, werden die Krankenstandstage bei Frauen ansonsten weiter erhöhen", prognostiziert AK-Gleichstellungsreferentin Bernadette Pöcheim.
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