Kranken­geld für freie Dienst­nehmer­Innen

Wenn Sie als freie/r DienstnehmerIn erkranken, springt die lokale Gebietskrankenkasse mit dem Krankengeld ein.

Sie bekommen Krankengeld sowohl als selbstversicherte/r geringfügig Beschäftigte/r als auch als vollversicherte/r freie/r DienstnehmerIn, und zwar ab dem 4. Krankenstandstag.

Wie hoch ist das Krankengeld?

Als geringfügig Beschäftige/r erhalten Sie einen Fixbetrag von 152,89 Euro pro Monat (Stand 2017), wenn Sie die begünstigte Selbstversicherung abgeschlossen haben (Kosten: 60,09 Euro pro Monat).

Wenn Sie vollversicherte/r freie DienstnehmerIn sind, hängt die Höhe des Krankengeldes ab:

  • vom beitragspflichtigen Entgelt, das Sie als DienstnehmerIn in den letzten drei Monaten vor dem Ende des Ent­gelt­an­spruchs bekommen haben
  • von der Dauer des Krankenstandes

Das heißt:

  • vom 4. bis zum 42. Tag der Arbeitsunfähigkeit bekommen Sie 50% der Bemessungsgrundlage
  • ab dem 43. Tag bekommen Sie 60% der Bemessungsgrundlage

Krankengeld noch nicht Netto

Die Gebietskrankenkasse zahlt das Krankengeld noch nicht endgültig Netto aus. Das erhaltene Krankengeld wird gemeinsam mit den anderen Einkünften erst nachträglich vom Finanzamt versteuert.

Pflichten der ArbeitgeberInnen im Krankheitsfall

Wenn Sie als freie/r DienstnehmerIn erkranken, müssen Ihre ArbeitgeberInnen eine Arbeits- und Entgeltsbestätigung ausstellen, auf der auch zu vermerken ist, ob ein Anspruch auf Sonderzahlungen vereinbart wurde oder nicht.

Wenn Sie noch keine Honorarnote ausgestellt haben, muss sich der Arbeit­geber bei Ihnen erkundigen, wie viel Sie bekommen bzw. er muss schauen, ob im abgeschlossenen Vertrag der Entgeltanspruch festzustellen ist.

Das könnte Sie auch interessieren

Beratung beim AMS © Petra Spiola, AMS

Arbeitslosengeld für freie Dienstnehmer

Überschreiten Sie bestimmte Einkommensgrenzen, sind Sie arbeitslosenversichert. Wann Sie Anspruch auf Arbeitslosengeld haben – und in welcher Höhe.

Krank - Mann liegt im Bett und misst Fieber! © Danel, Fotolia.com

Kranken­geld für freie Dienst­nehmer­Innen

Wenn Freie er­krank­en, springt die Ver­sicher­ung mit Krank­en­geld ein. Alle Infos über Höhe, steuer­liche Kon­sequenz­en und die Pflicht­en des Ar­beit­gebers.

Ein Baby kurz nach der Geburt - Der Stolz jeder Mutter © Vivid Pixels, Fotolia.com

Wochen­geld für freie Dienst­nehmer­innen

Auch als Freie erhalten Sie Wochengeld für die vor­aus­sicht­lich letzten acht Wochen vor, so­wie für die ersten acht Wochen nach der Ent­bind­ung.