Gewerkschaft & AK kampfbereit

Emotionale Wortspenden, aufgebrachtes Publikum, parteiübergreifende Geschlossenheit – die Betriebsrätekonferenz zeigte eindrucksvoll die geballte Kraft der Arbeitnehmervertretungen, unter ihnen auch Christgewerkschafter und andere Fraktionen. Lassen uns das nicht gefallen AK-Präsident Josef Pesserl stellte klar: "Wir demonstrieren weder gegen eine politische Partei, noch gegen eine Bundesregierung, sondern gegen Maßnahmen, die sich katastrophal auf die Arbeitnehmer auswirken." ÖGB-Landesvorsitzender Franz Haberl (FCG) sagte: "Die Christgewerkschafter stehen auf der Seite der Betroffenen." Josef Muchitsch, GBH-Bundesvorsitzender, kann in dem ganzen Gesetzesentwurf "keine einzige Verbesserung für die Arbeitnehmer" erkennen. ÖGB-Landesvorsitzender Horst Schachner kritisierte: "Die wissen nicht, was die Arbeitnehmer brauchen. Das lassen wir uns nicht gefallen."

Stimmgewaltige Resolution

Wie auch schon bei einer vorangegangenen Pressekonferenz von AK, ÖGB und GBH wurde betont, dass "wir nicht hetzen, sondern aufklären – aber wenn man uns die Hand ausschlägt, machen wir eine Faust". Als Protest gegen die geplante Arbeitszeitverlängerung wurde einstimmig von den 1.300 Konferenzteilnehmern eine Resolution verabschiedet, darunter der Punkt: "Wir werden uns mit allen uns zur Verfügung stehenden legalen Mitteln gegen den 12-Stundentag und die 60-Stundenwoche zur Wehr setzen."

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