21.4.2016
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Herausforderung Digitalisierung

ÖGB-Präsident Erich Foglar im Gespräch mit AK-Präsident Josef Pesserl und AK-Vizepräsidentin Patricia Berger (v.l.) © Graf, AK Stmk

Die Rekordarbeitslosigkeit bezeichnete ÖGB-Präsident Erich Foglar bei der jüngsten AK-Vollversammlung als größte Herausforderung für die Gewerkschaften. Eine Herausforderung, die durch die Digitalisierung der Arbeitswelt noch verstärkt wird.
Die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt sei "in hohem Maße" ein Bildungsproblem. Auf dem Arbeitsmarkt finde ein Austausch statt: Gut ausgebildete Zuwanderer aus den neuen EU-Mitgliedsländern verdrängten Arbeitnehmer, die als höchste Ausbildung einen Pflichtschulabschluss vorzuweisen hätten.

Lohndupming als Geschäftsmodell

Das wahre Problem in diesem Zusammenhang sei das Lohn- und Sozialdumping, ortete Foglar es geradezu als "Geschäftsmodell" einiger Unternehmen, heimische Bestimmungen zu unterlaufen. An diesem Punkt hakte auch AK-Präsident Josef Pesserl bei seinem Bericht ein: Es müsse sichergestellt werden, dass Unternehmen, die in Österreich tätig seien, auch die in Österreich vorgesehenen Entgelte und Sozialabgaben zahlen, forderte Pesserl.

ÖGB-Präsident Erich Foglar sprach in der Vollversammlung © Graf, AK Stmk

Den Arbeitsmarkt neu gedacht

Die Probleme auf dem Arbeitsmarkt erforderten auch von den Gewerkschaften "neue Antworten", erwartet Foglar aufgrund der Digitalisierung eine künftige Arbeitswelt, die mit der heutigen nicht vergleichbar sein werde. Eine Arbeitszeitverkürzung werde ebenso notwendig sein, wie eine neue Art der Finanzierung der sozialen Sicherheit, erinnerte Foglar an die Tatsache, dass fast zwei Drittel der Staatseinnahmen lohnabhängig seien. Die Digitalisierung aller Lebensbereiche – und somit auch der Arbeitswelt – sei die "größte gesellschaftliche Herausforderung".


Mehr Jobs - sichere Pensionen

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Spekulationen besteuern

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