16.3.2016

Schule: Wissen, was zu tun ist

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Die Kompetenz zur Kompetenzvermittlung in der Schule stärken war das Ziel der AK-Fortbildung im Grazer Kammersaal für LehrerInnen aus der ganzen Steiermark. Das hochrangig besetzte Podium lockte LehrerInnen und Schulaufsicht gleichermaßen. Geboten wurde ein spannender Vormittag mit Vorträgen, einer Buchvorstelung zum Thema, gute Beispiele von Lernprodukten auf Postern und eine Podiumsdiskussion. 

Lehrer als Anwalt des Lernens

In das Zentrum gerückt werden müsse das Lernen der SchülerInnen, betonte der deutsche Experte Prof. Josef Leisen. LehrerInnen sollen sich als Anwalt der SchülerInnen sehen und dazu gehöre es auch, dass weniger nach Defizite gesucht werde als nach Potentialen: „Was kann die Schülerin oder der Schüler erreichen.“ Eine besondere Rolle komme dabei der Schulleitung zu, die Prozesse hin zu kompetenzbasierten Lehr-Lern-Modell steuern müsse.

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Unter Kompetenzen verstehe man die Fähigkeiten und Fertigkeiten, Probleme zu lösen. Es gelte ausgehend vom Wissen, das Wollen zu aktivieren und zum Handeln zu kommen. Dazu brauche es wache LehrerInnen, die den SchülerInnen etwas zutrauen, die ihnen aber auch etwas zumuten. Zu einer geistig anregenden Aufgabenstellung gehören in Folge gute Materialien, eine Moderation des Lernprozesses und die Rückmeldung. Das Tun der SchülerInnen soll Ausdruck in einem Lernprodukt finden. Sind die Ergebnisse eines Lernprozesses an einem Plakat, einem Film, einem Bericht einem Text oder in anderer Form festgehalten, könne man am besten die Kompetenz der SchülerInnen erkennen.

 

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Weißt du noch oder tust du schon?

Prof. Mag.a Olivia de Fontana arbeitet an der Pädagogischen Hochschule in Graz und ist Mitherausgeberin des Buches „Weißt du noch oder tust du schon?“. Sie skizzierte die Schlüsselkompetenzen heutiger BürgerInnen: selbständiges handeln können, mit Wissen und Kommunikation umgehen können und in sozial heterogenen Gruppen handeln können. Davon ausgehend beleuchtet das Buch unterschiedliche Aspekte in Theorie und Praxis.

Unter dem Titel „Wie viel Kompetenz braucht Schule?“ diskutierten der Experte für Schulpraxis DDr. Prof. Univ.-Doz. Karl Klement, die Direkrorin der Pädagogischen Hochschule Steiermark, Mag.a. Dr. Elrid Messner und NMS Köflach-Direktor OSR Helmut Oberländer, BEd M.A. die Frage ob und wieweit heimische Schulen bereits auf Kompetenzvermittlung umgeschwenkt sind.

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