Nachhilfestudie: Wie viel kostet der Schulerfolg?
Die Nachhilfestudie der AK zeigt den hohen finanziellen Aufwand hinter dem Schulerfolg auf.
2025 erreichte die Lehrausbildung einen historischen Tiefstand: 27.546 Jugendliche starteten ins erste Lehrjahr – rund 10.000 weniger als 2005. Gleichzeitig suchen 24.506 Jugendliche eine Lehrstelle, während nur 5.963 Stellen offen sind. Die wachsende Lücke erfordert bessere Vermittlung und mehr Engagement der Betriebe.
jeweils Ende Jänner; Jugendliche ohne Lehrstelle im Betrieb = derzeit lehrstellensuchend plus Jugendliche in AMS-Schulung plus Jugendliche in überbetrieblicher Ausbildung
Seit 2023 keine Verbesserung: Drei Viertel der Befragten berichten, dass es keine regelmäßige Dokumentation ihrer Ausbildung gibt oder sie nichts davon wissen. Zwei von fünf erhalten keine regelmäßigen Feedbackgespräche – ebenso viele verrichten ausbildungsfremde Tätigkeiten.
Viele Lehrlinge werden für private Zwecke ihrer Vorgesetzten eingesetzt, z. B.:
Die Betroffenen erkennen den Missbrauch klar – das demotiviert erheblich.
Lehrlinge sollten nur ausnahmsweise Überstunden leisten – unter 18-Jährige dürfen laut österreichischem Recht gar nicht länger arbeiten. Betriebe sind verpflichtet, Arbeitsstunden zu dokumentieren. Trotzdem arbeiten 24 Prozent der Lehrlinge regelmäßig über ihre Grenzen hinaus, oft ohne Ausgleich – unter 18-Jährige ebenso wie Ältere. Bei 19 Prozent gibt es keine Arbeitszeitaufzeichnungen.
37 % der Lehrlinge wurden schon beleidigt, belästigt, bedroht oder bloßgestellt – besonders junge Frauen (41 %). Häufigste Formen: Schreien/Schimpfen (64 %), ungerechtfertigte Kritik (59 %), herabwürdigende Aufgaben (38 %), 12 % berichten von sexueller Belästigung. Meist sind Kolleg:innen (64 %), Vorgesetzte (39 %) oder Ausbildner:innen (31 %) beteiligt. Branchen mit hohen Vorfällen: Gesundheit, Tourismus, Elektrotechnik.
Schlechte Ausbildungsbedingungen wirken sich auf Fachkräftebindung aus: 27 % wollen nicht im erlernten Beruf bleiben. Wo die Bedingungen am schlechtesten sind, steigt die Wechselabsicht auf 57 %, bei guten Bedingungen liegt sie nur bei 13 %.
Nur 56 % der Lehrlinge werden bei der Vorbereitung vom Betrieb unterstützt. Ein Drittel hat nie über Prüfungsanforderungen gesprochen, 42 % fühlen sich unzureichend vorbereitet, 10 % kennen die Anforderungen gar nicht.
Gewerkschaftsbund, Gewerkschaftsjugend und Arbeiterkammer setzen auf sechs Schwerpunkte:
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