Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl und AK-Präsident Josef Pesserl ziehen beim Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf an einem Strang. © Temel, AK Stmk
Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl und AK-Präsident Josef Pesserl ziehen beim Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf an einem Strang. © Temel, AK Stmk

Telearbeitsplätze durch AK-Projekt

In manchen Branchen und manchen Lebenssituationen ist Homeoffice der Schlüssel zu besserer Arbeit: Anstatt stundenlangem Pendeln oder mühevoller Terminplanung, um familiäre Pflichten und Job zu koordinieren, einfach daheim am Computer die Arbeit erledigen. Schöne neue Arbeitswelt – oder doch ein Job am Abstellgleis, ohne Karrierechancen und stagnierender Bezahlung? "Damit Telearbeit auch für Kleinbetriebe attraktiv wird und den Beschäftigten einen echten Mehrwert bringt, hat die Arbeiterkammer im Rahmen ihrer Digitalisierungs-Offensive ein Projekt dazu gestartet", sagt Pesserl.

Mustervertrag und Geld

Die AK kooperiert mit der Steirischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft (SFG), die für Kleinbetriebe bis 50 Beschäftigte die Ausstattung von Telearbeitsplätzen mit 50 Prozent der Kosten fördert. Wird dabei das von der Arbeiterkammer entwickelte Muster eines Arbeitsvertrages verwendet, gibt es von der AK weitere 30 Prozent der Kosten dazu. Pesserl: „In dem Mustervertrag geht es um drei entscheidende Punkte: eine weiterhin gute Einbindung in die Kommunikation und Information des Betriebes, kein Nachteil im beruflichen Fortkommen und garantierte Rückkehrmöglichkeit auf einen Arbeitsplatz in der Firma.“

Zielsetzung

Das Hauptanliegen der Projektförderung im Rahmen von AK extra ist, den Wandlungsprozess in der Arbeitswelt im Sinne der Beschäftigten mitzugestalten, damit diese durch den Einsatz moderner Technologie profitieren können. Pesserl: "Die Digitalisierung soll den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in der Steiermark nützen und ihre Arbeitsbedingungen verbessern. Von gut qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern profitieren auch die Unternehmen. "

Digi-Projekte

Die AK Steiermark stellt für ihre Digitalisierungsoffensive in den kommenden fünf Jahren 21,5 Millionen Euro zur Verfügung. Dieses Projekt ist das erste, das aus dem neuen Projektfonds Digitalisierung realisiert wird. Vor allem Betriebsrätinnen und Betriebsräte sind aufgerufen, ihre Ideen für gute Arbeitsplätze einzubringen, die im weitesten Sinn mit Digitalisierung und Produktion 4.0 zu tun haben.

300 Euro Digi-Bonus

Die zweite Schiene beim neuen Schwerpunkt ist der Digi-Bonus. AK-Mitglieder erhalten bis zu 150 Euro für allgemeine Weiterbildungskurse im Bereich Digitalisierung, für vertiefende Inhalte gibt es bis zu 300 Euro pro Kalenderjahr. Der Digi-Bonus kann für alle heuer begonnenen Kurse bei allen Bildungsanbietern, die bestimmte Qualitätskriterien erfüllen, eingelöst werden. Der Antrag muss bis Ende des Jahres gestellt werden. 

E-Commerce Expert

Die VHS bietet ein breites Feld an Kursen, die – falls der Bildungsscheck schon verbraucht ist – mit dem Digi-Bonus besucht werden können. Und auch das bfi hat vieles anzubieten. Wie etwa die Diplomausbildungen zum E-Commerce Expert oder Digital TrainerIn oder die Ausbildung Smart Factory – Industrie 4.0. 

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