29.3.2018

Mühsamer Kampf um Versicherungsleistungen

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Die 39-Jährige leidet seit Jahren an epileptischen Anfällen, die sich medikamentös nur schwer behandeln lassen, auch Reha-Maßnahmen erwiesen sich als nicht zielführend. Im Juli 2016 wurde ihr ein dauernder Pensionsbezug wegen verminderter Arbeitsfähigkeit zugesprochen. Mit diesem Bescheid wandte sich die Obersteirerin an ihre Versicherung, bei der sie Jahre zuvor eine Über-Lebens-Vorsorge mit einer Zusatzleistung bei dauernder Invalidität abgeschlossen hatte. Die Versicherung verweigerte diese Leistung je- doch mit Hinweis darauf, dass die Obersteirerin ihrer Ansicht nach nicht in dem Ausmaß invalide sei, um die Leistung zu erhalten

Bergeweise Schriftstücke

Mit Hilfe zahlreicher Befunde und Gutachten intervenierte die AK-Außenstelle Murtal bei der Versicherung. Trotz der medizinischen Unterlagen versteifte sich das Unternehmen darauf, dass die 39-Jährige nicht ausreichend invalide sei. Immerhin könne sie zumindest noch den Haushalt mit ihren zwei schulpflichtigen Kindern führen, hieß es im Schreiben der Versicherung. "Erst als wir der Versicherung Bestätigungen des Sozialreferats der zuständigen Bezirkshauptmannschaft vorlegten, dass die Mutter Unterstützung bei der Erziehung erhält, indem ihre beiden Kinder den Tageshort besuchen, lenkte die Versicherung ein", schildert AK-Experte Richard Silhavy das zähe Ringen.
Die Epileptikerin erhält nun nach mehrmaliger Intervention der AK Murtal über mehr als fünf Monate und zehn Monate nach der ersten Ablehnung die Leistung aus ihrer Lebensversicherung in Höhe von knapp 35.000 Euro.