Unbezahlte Überstunden

Drei Jahre arbeitete Stavros C. bei einem Transportunternehmen. Die Firma lief gut, es gab viel zu tun. Stavros wurde von seinem Chef immer wieder dazu aufgefordert, Überstunden zu machen. So kamen jeden Monat rund 50 Überstunden zusammen. Bezahlt wurden diese allerdings nicht.

Stavros sprach seinen Chef darauf an und forderte eine faire Entlohnung. Doch der Chef blockte ab. Als Stavros androhte, sich wehren zu wollen, kündigte ihn sein Chef. Entschlossen, auf sein Recht zu bestehen, wandte er sich an die AK. 

Wie wir Stavros helfen konnten:

Stavros ging mit Unterstützung der AK vor Gericht und erkämpfte dort den offenen Lohn, ausstehende Sonderzahlungen, nicht verbrauchten Urlaub, einen großen Teil der Überstunden und eine Kündigungsentschädigung. Er bekam rund 5.000 Euro nachbezahlt.

Ein bitterer Beigeschmack blieb allerdings: Sämtliche Überstunden, die mehr als drei Monate zurücklagen, waren verfallen. Das sieht der für Stavros geltende Kollektivvertrag leider vor. Die AK kritisiert solche kurzen Verfallsfristen stark und wird weiterhin für eine Verbesserung der gesetzlichen Lage kämpfen.

Hinweis

Damit auch Sie in so einem Fall zu Ihrem Recht kommen, sollten Sie unbedingt Ihre Arbeitszeiten dokumentieren - z.B. mit dem AK Zeitspeicher als App!

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Nähere Infos zur rechtlichen Lage beim Thema Überstunden finden Sie hier!

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Datum: 25.05.2018,

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