29.9.2017
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Starker Partner für Beschäftigte

Redakteurin Julia Fruhmann hat anlässlich einer Studie über die Arbeiterkammer Steiermark AK-Präsident Josef Pesserl interviewt. Er spricht über die Bedeutung der Arbeiterkammer, warum eine gesetzliche Mitgliedschaft wichtig ist, die Nationalratswahlen und über die Sozialpartnerschaft und was uns in der Zukunft seiner Meinung nach erwartet.

Für drei Viertel der Beschäftigten ist die Arbeiterkammer von großer Bedeutung. Warum dann die Angriffe der Politik auf die AK?

Josef Pesserl: In Wahrheit ist das ein Frontalangriff auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Das Motiv, das dahintersteht, ist eindeutig: Man will die Stellung der Beschäftigten im Wirtschaftsleben schwächen, indem ihre Interessenvertretung geschwächt wird. Deshalb wird versucht, die Pflichtmitgliedschaft zu beseitigen und den AK-Beitrag zu kürzen. 

Ist die Arbeiterkammer zurückgedrängt, können auch ÖGB, Gewerkschaften und Betriebsvertretungen weniger ausrichten. Warum ist für die AK die gesetzliche Mitgliedschaft unverzichtbar?

Pesserl: Für eine starke Arbeiterkammer, die für ihre Mitglieder etwas ausrichten kann, ist ein bestens qualifizierter Stab an Expertinnen und Experten unverzichtbar. Dies ist nur durch eine gesicherte und planbare Finanzierung möglich. Diese wirkungsvolle Vertretung der Arbeitnehmerinteressen ist nur deshalb mit einem so geringen Mitgliedsbeitrag möglich, weil durch die gesetzliche Mitgliedschaft alle Beschäftigten einen Beitrag leisten.

Am 15. Oktober finden die Nationalratswahlen statt. Wird jetzt alles anders und besser?

Pesserl: Das kommt darauf an, wie sich die Wählerinnen und Wähler in der Wahlzelle entscheiden. Ich kann nur empfehlen, genau hinzuhören und sich zu vergewissern, welche Partei welches Ziel verfolgt. Wir als Arbeiterkammer werden mit jeder Regierung die Zusammenarbeit suchen, um die Interessen der Beschäftigten wahrzunehmen.

Ist die Sozialpartnerschaft heute noch zeitgemäß?

Pesserl: Ja natürlich. Es geht um den fairen Interessenausgleich zwischen den einzelnen Gesellschaftsgruppen – zwischen Beschäftigten und Unternehmern. Die Sozialpartnerschaft ist Garant, dass dieser Ausgleich über Verhandlungen – durch das Miteinander-Reden – und nicht durch den Kampf auf der Straße passiert. An 70 Jahren sozialem Frieden und Österreich als attraktivem Standort für Betriebe hat die Sozialpartnerschaft maßgeblich Anteil. Nur eine starke Sozialpartnerschaft kann die Herausforderungen der Zukunft meistern.

Hat die Politik die Lebensrealität der Menschen aus den Augen verloren?

Pesserl: Tatsache ist, dass die Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen an Kaufkraft verloren haben – die Preise sind stärker gestiegen als die Einkommen. Das zeigt sich ganz besonders bei den Grundbedürfnissen wie Lebensmittel, Wohnen und so weiter. Gleichzeitig sind die wirklich großen Vermögen um zehn Prozent und mehr pro Jahr gestiegen. Die Politik hat es verabsäumt dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Ich sehe bei der nächsten Bundesregierung großen Handlungsbedarf.

Wie rüstet sich die AK für die Zukunft?

Pesserl: Die Arbeiterkammer Steiermark investiert für ihre Mitglieder in die Erneuerung der Serviceeinrichtungen. Vor wenigen Monaten haben wir die Außenstelle Liezen neu errichtet, die Außenstelle Südoststeiermark wird gerade neu gebaut und der Spatenstich für ein neues Bildungszentrum der Volkshochschule in Graz wird bald erfolgen. Diese Investitionen sind dringend erforderlich, wollen wir für unsere Mitglieder weiterhin ein hervorragendes Service bieten und am Puls der Zeit bleiben.


Großes Vertrauen in die AK Steiermark

Wer die AK schwächen will, schwächt eine starke Interessenvertretung für Beschäftigte. Sie punktet durch ihre Kompetenz und ihre Mitarbeiter.

Starker Partner für Beschäftigte

AK-Präsident Josef Pesserl über die Angriffe auf die Arbeiterkammer, die Höhe des Mitgliedsbeitrags und 70 Jahre sozialen Frieden.

Was macht die AK?

Was leistet die AK für ihre Mitglieder? In welchen Bereichen hilft sie weiter? Kontakt: 05/7799 oder www.akstmk.at/kontakt.

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