3.6.2016
Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Bitter Oranges: Moderne Sklaverei in Europa

Präsident Pesserl mit mit Univ. Prof. Reckinger und seiner Mitarbeiterin © Graf, AK

Die Ausstellung dokumentiert die Ausbeutung migrantischer Erntehelfer auf den Zitrusplantagen in Süditalien. Sie ist das Ergebnis eines dreijährigen Forschungsprojekts der EthnologInnen Dr. Diana Reinders und Univ.-Prof. Dr. Gilles Reckinger sowie der Fotografin Carole Reckinger. Ursprung des Projekts war, der Frage nachzugehen, was eigentlich mit den Flüchtlingen, die auf der Insel Lampedusa landen, in weiterer Folge geschieht. Viele von ihnen – vor allem alleinstehende Männer – landen als Tagelöhner auf den Zitrusplantagen Siziliens oder Kalabriens, wo sie für 25 Euro 12 bis 14 Stunden müssen.

In Zelten oder Pappkartons

Wenn Sie überhaupt diese Art von "Arbeit" bekommen, denn die Konkurrenz unter den Flüchtingen ist groß: "Man kann davon ausgehen, dass ein Flüchtling an 5 bis maximal 10 Tagen einen Job als Erntehelfer bekommt", schildert Reckinger die Zustände. Und auch das nur in der Saison: Im Sommer sind die Betroffenen gezwungen, ohne Einkommen zu überleben. Die Erntehelfer hausen in Zeltstädten oder wie in Slums in Pappkartons – mit entsprechend katastrophalen hygienischen Verhältnissen.

Schockierende Lebensbedingungen

Diese "schockierenden Lebensbedingungen" bewusst zu machen, formulierte AK-Präsident Josef Pesserl bei der Eröffnung als eines der Ziele der Ausstellung: "Wir wollen die Menschen animieren, sich diese sklavenartigen Zustände durch die Ausstellung zu vergegenwärtigen". Die Ausstellung "Bitter Oranges" macht bis 1. Juli in der Wandelhalle der Kammersäle Station. Besichtigungen für Schulklassen oder auch einzelne Interessierte sind an folgenden Terminen möglich:

  • Dienstag, 7.6.
  • Donnerstag, 9.6.,
  • Freitag, 10.6.
  • Freitag, 24.6.
  • Montag, 27.6.
  • Dienstag, 28.6.
  • Donnerstag, 30.6

Anmeldung über http://aws.arbeiterkammer.at, unter 05 77 99-2477 oder klaus.breuss@akstmk.at.

Severin Hirsch zeigt steirische Schicksale

Berührende Porträts von (ehemaligen) BewohnerInnen der Eisenerzer Siedlung Münichtal zeigt die Fotoausstellung "Jedes Mal einzigartig" bis Ende August

Veranstaltungen

Für jedes Interesse etwas: Diskussionen, Vernissagen, Sportevents, Kino-Premieren, Infoveranstaltungen, Lesungen, Flohmärkte, Theater, Maturabälle...

Ihre ACard-Vorteile

Angebote für Bildung, Reisen, Freizeit und Mobilität sowie Kulturveranstaltungen und Informationen zur Mitgliederkarte.

TeilenZu Merkzettel hinzufügen

Facebook-Funktion aktivieren

Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Verwandte Links

Zum Seitenanfang
Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
OK