6.11.2017
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AK fordert mehr sozialen Wohnbau

Ein Maßnamenbündel für günstigere Mietwohnungen legte die Arbeiterkammer vor. Der Staat sei gefordert, so Präsident Josef Pesserl, denn "der freie Markt versagt beim Menschenrecht auf eine Wohnung." Ein Drittel der rund 537.000 steirischen Wohnungen sind Mietwohnungen. In Graz wohnt etwa die Hälfte der Bevölkerung in Miete. Die Kosten dafür sind je nach Eigentümer und Art des Mietvertrages sehr unterschiedlich. Extrem teuer sind befristete Wohnungen, sagte der AK-Präsident: "Solche Wohnungen kosten um 45 Prozent mehr als eine Wohnung der Genossenschaft."

Staat soll eingreifen

Wohnen macht breiten Bevölkerungsschichten Sorgen. Das zeigt die Beratung im AK-Konsumentenschutz, sagt deren Leiterin Bettina Schrittwieser: "40 Prozent der Anfragen drehen sich um das Thema Wohnen." Fast einstimmig war kürzlich die Meinung in einer Umfrage (92 Prozent), dass der Staat und die Gemeinden sich bemühen sollen, dass Wohnen leistbar bleibt oder wird. "Die Arbeiterkammer schlägt ein Maßnahmenbündel vor, das einerseits das Angebot an günstigen Wohnraum erhöht und andererseits Wohnungssuchende vor Preissprüngen schützt", sagt AK-Präsident Josef Pesserl.

Das Maßnahmenbündel

Förderung sozialer und genossenschaftlicher Wohnbau durch

  • Grundstücksvorsorge und Baulandsicherung (z.B. Bodenfonds, Ankauf durch öffentliche Hand)
  • Zweckbindung des Wohnbauförderungsbeitrags
  • Wohnbauoffensive 

Neues Mietrecht 

  • Klare Regeln für alle Mietwohnungen anstatt eines undurchschaubaren Flickwerkes 
  • Einen bundesweit gültigen Basishauptmietzinses für eine Normwohnung mit genau bezeichneten Zuschlägen
  • Begrenzung für Entgelte für mitvermietetes Inventar mit der technischen Lebensdauer
  • Außer bei Eigenbedarf Verbot von befristeten Mietverträgen
  • Sanktionen bei gesetzwidrig überhöhten Mieten

Betriebskosten senken

  • Betriebskostenkatalog entrümpeln 
  • Grundsteuer, Versicherungs- und Verwaltungskosten herausnehmen 

Maklerprovision zahlt der Besteller

  • Keine Überwälzung der Maklerkosten auf die Mietparteien 
  • Wer den Makler bestellt, muss ihn zahlen

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