Laut EuGH-Urteil gibt es in Österreich eine Diskriminierung.  © buchsteiner, AK Stmk
Laut EuGH-Urteil gibt es in Österreich eine Diskriminierung. © buchsteiner, AK Stmk

Karfreitag soll für alle Feiertag sein!

Der Karfreitag soll für alle arbeitsfrei sein, fordert die Arbeiterkammer nach dem EuGH-Urteil den Gesetzgeber auf.

Der EuGH hat festgestellt, dass in Österreich eine Diskriminierung vorliegt, weil nur Mitglieder evangelischer und der altkatholischen Kirche am Karfreitag auf Wunsch arbeitsfrei haben oder ein Feiertagsentgelt beziehen. AK-Präsident Josef Pesserl: "Am einfachsten lässt sich diese Diskriminierung beheben, indem der Gesetzgeber den Karfreitag zum gesetzlichen Feiertag bestimmt."  

Gesetzesreparatur statt Konflikte

Der EuGH sagt, eine Reparatur der diskriminierenden Bestimmungen müsse bis kommenden Karfreitag am 19. April erfolgen. Ansonsten könnten alle Beschäftigten an ihre Arbeitgeber herantreten, und einen arbeitsfreien Karfreitag verlangen. Wird dieser nicht gewährt, falle Feiertagsentgelt an. Pesserl: "Diesen betrieblichen Konflikt sollte der Gesetzgeber durch rasches Handeln verhindern." Natürlich stehe die Arbeiterkammer den Beschäftigten mit rechtlicher Hilfe zur Seite, sollte es bis Karfreitag kein neues Gesetz für alle geben.

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