Das neu gewählte AK-Präsidium mit den Vizepräsidenten Gernot Acko, Alexander Lechner, Patricia Berger und Franz Endthaller (v.l.) mit AK-Präsident Josef Pesserl in der Mitte. © Temel, AK Stmk
Das neu gewählte AK-Präsidium mit Gernot Acko, Alexander Lechner, Patricia Berger und Franz Endthaller (v.l.) mit AK-Präsident Josef Pesserl in der Mitte. © Temel, AK Stmk

Präsident Pesserl im Amt bestätigt

Mahnende Worte in politisch hitzigen Zeiten kamen von Josef Pesserl, der bei der konstituierenden Vollversammlung nach den AK-Wahlen von 93,4 Prozent der Kammerrätinnen und Kammerräten in seinem Amt bestätigt wurde.

Ende der Ausgrenzung

Die Arbeiterkammer könne sich die Regierung nicht aussuchen, sagte Pesserl nach seiner Wahl zum AK-Präsidenten, sie werde aber wie bisher die Politik der Regierung danach beurteilen, wie sie die Anliegen der Beschäftigten behandelt: "Ich erwarte mir ein Ende der Ausgrenzung der Beschäftigten und eine Einbindung in den politischen Diskurs wie die Unternehmer." 

Bildungssystem verbessern

Als große Themen, die am Tisch liegen, nannte Pesserl die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Etwa ausreichend Plätze zur Kinderbetreuung und am Beispiel Arbeitszeit forderte er "planbare Freizeit statt Arbeit auf Abruf". Sehr wichtig und für die Zukunft der Jugend entscheidend seien Verbesserungen im Bildungssystem: "Wenn ein Drittel der 130.000 steirischen Schulkinder Nachhilfe brauchen, läuft etwas schief." Als drittes großes Thema, das den Menschen unter den Nägeln brennt, nannte Pesserl das Wohnen. Während sich die einen über tolle Renditen für das "Betongold" freuen, stöhnen die anderen unter den stark gestiegenen Mietkosten, sagte Pesserl.