6.4.2022

AK-Preischeck zeigt massive Teuerung bei Lebensmitteln

Um 4,5 Prozent sind die Preise für Lebensmittel seit vergangenem September gestiegen. Das zeigt eine Analyse der Marktforschung der AK Steiermark, die auch die Auswirkungen für die Steirerinnen und Steirer darstellt.

Jedes Jahr im Herbst werden die Kosten für den steirischen AK-Warenkorb mit Artikeln des täglichen Bedarfs erhoben. Ende März wurden 16 Produkte einem Preisvergleich unterzogen. So ist beispielsweise 1 Kilogramm Kartoffeln um 16 Cent (12,2 Prozent) oder 250 Gramm Teebutter um 27 Cent (12,2 Prozent) teurer geworden. Auf den ersten Blick mag das nicht viel erscheinen, folgendes Beispiel zeigt aber den Preisschub sehr deutlich auf.  

21 Euro mehr im Monat

Die durchschnittlichen monatlichen Haushaltsausgaben für einen Drei-Personen-Haushalt (zwei Erwachsene plus ein Kind) für Ernährung und alkoholfreie Getränke betrugen laut letzter Konsumerhebung 478,38 Euro. Susanne Bauer, Leiterin der AK-Marktforschung: "Mit der von uns festgestellten Erhöhung von 4,5 Prozent sind das jetzt 499,95 Euro oder ein monatliches Plus von 21,57 Euro." Derzeit würde das jährliche Mehrkosten von knapp 260 Euro ausmachen – zusätzlich zu den Kostensteigerungen bei Energie, Treibstoff und Wohnen. Wie stark die Lebensmittelpreise im laufenden Jahr noch steigen werden, kann man seriöserweise nicht sagen.

Transparenz gefordert

Die Arbeiterkammer wird die Preissteigerungen genau beobachten, denn nicht alle Erhöhungen können der aktuellen Kostenexplosion angelastet werden: Viele Güter (z.B. Getreide) wurden noch im Vorjahr hergestellt, als die Produktion (Düngemittel, Futtermittel) noch günstiger war – das heißt, so manche Preissteigerung ist dort noch nicht angekommen und wird erst zusätzlich aufgeschlagen werden. "Die aktuelle Phase darf aber nicht zu einer allgemeinen Teuerung beitragen", kritisiert AK-Präsident Josef Pesserl und fordert mehr Transparenz: "Die Produkte gehören differenzierter betrachtet. Und vor allem dort, wo Subventionen geflossen sind, also den Produzenten Hilfen gewährt wurden, sollte es keinen Grund für so massive Preissteigerungen geben."

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