28.3.2018
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Best Practice: LKH setzt aufs Rad

LKH-Betriebsdirektor Gebhard Falzberger und Personalchef Thomas Bredenfeldt (r.) forcieren das Fahrradfahren. © Graf, AK Stmk

War betriebliches Mobilitätsmanagement vor einigen Jahren noch Pionierarbeit, gibt es heute zahlreiche Initiativen dazu. Das LKH-Universitätsklinikum Graz setzt vielfache Aktivitäten zur Förderung von sanfter Mobilität. "Wir sind eine Stadt in der Stadt", sagt LKH-Betriebsdirektor Gebhard Falzberger und unterstreicht: "Bei uns sind pro Tag 17.000 Menschen am Gelände unterwegs." Davon fast 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikum Graz und der Med Uni Graz. Sie sorgen für eine stete Nachfrage an Parkplätzen. Um dem entgegenzuwirken, wird den Beschäftigten das Job-Ticket für den öffentlichen Verkehr kostenlos angeboten. Rund ums Thema Radfahren gibt es spezielle Aktionen. "Wir fördern sanfte Mobilität aus Überzeugung", betont Falzberger, der selbst jeden Tag zur Arbeit radelt – "egal ob bei Regen oder Schnee". Von den Beschäftigten würde nur mehr ein Drittel mit dem Pkw zur Arbeit kommen.

Am Gelände des LKH Graz stehen zwei Self-Service-Boxen zur Verfügung. © Graf, AK Stmk

Alles fürs Rad

"Insgesamt stehen am Gelände fast 3.000 Radabstellplätze zur Verfügung, ein Großteil davon überdacht, sowie zwei Self-Service-Boxen mit Kom- pressor und allen wichtigen Werkzeugen", schildert Personalchef und Projektleiter Thomas Bredenfeldt. Von den Fahrradabstellplätzen sind fünf Standorte versperrbar und 20 Standorte überdacht. Drei Mal im Jahr  finanziert das Klinikum, das zu den größten steirischen Arbeitgebern zählt, am Gelände ein Radservice und einmal jährlich ein Fahrsicherheitstraining für die Radfahrerinnen und Radfahrer. Seit 2015 können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Rad von Steirerbike im Klinikum-Design zum Selbstkostenpreis erwerben. "Derzeit sind rund 200 solcher Räder im Einsatz", so Bredenfeldt und rechnet vor: "Wenn man davon ausgeht, dass jedes Rad an jedem Werktag im Schnitt drei Kilometer zurücklegt, summiert sich das in den drei Jahren auf mehr als 300.000 Kilometer."

LKH-Zentalbetriebsrätin Monika Wagner.  © LKH-Univ. Klinikum Graz, LKH-Univ. Klinikum Graz

LKH-Zentralbetriebsrätin Monika Wagner: "Ich fahre gerne mit dem Fahrrad, weil es für mich nach der Arbeit ein Moment der Ruhe ist, in dem ich ein wenig abschalten kann."




Die Kampagne "Radelt zur Arbeit" möchte Beschäftigte motivieren, mit dem Fahrrad in die Arbeit zu fahren. Es werden Teams von zwei bis vier Kolleginnen und Kollegen gebildet. Ziel ist es, sich gegenseitig so zu motivieren, dass im Aktionsmonat Mai an zumindest der Hälfte aller Arbeitstage das Rad für den Arbeitsweg genutzt wird. Unter allen gemeldeten Teams werden als zusätzlicher Ansporn schöne Preise verlost. www.radeltzurarbeit.at

Radlservice: Durch Preisvergleich sparen

Damit dem Start in die Radsaison nichts im Wege steht, hat die AK- Marktforschung die Preise und Leistungen in puncto Fahrradservice untersucht.

Die Drehscheibe im Unternehmen

In der Steiermark engagieren sich 9.800 Belegschafts- sowie Personalvertreterinnen und -vertreter. Mit der AK haben sie einen verlässlichen Partner.

Tipps für Betriebsräte

Auslandsmontage, Bauarbeiter-Urlaubsgeld, Bilanzrechner, Einkommensberichte, Leistungsmodelle, Prämien- und Provisionsmodelle.

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