28.3.2018
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Land will Lücken im Radverkehrsnetz schließen

Radland Steiermark. © Bernhard Bergmann, TV Bad Radkersburg

Internationale Beispiele zeigen, dass in dicht besiedelten Räumen der Radverkehr in der Verkehrsmittelwahl bis zu 40 Prozent erreichen kann. Rund die Hälfte der Wege für den täglichen Bedarf sind kürzer als fünf Kilometer, fast drei Viertel kürzer als zehn Kilometer – Entfernungen also, die mit dem Fahrrad bewältigbar sein sollten. Voraussetzung, um möglichst vielen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern das Fahrrad schmackhaft zu machen, ist freilich eine attraktive Radverkehrsinfrastruktur mit möglichst direkten, sicheren und schnellen Verbindungen. 

Radverkehrsinfrastruktur 2025

Mit der "Radverkehrsstrategie 2025" sollen die Lücken im Radverkehrsnetz geschlossen sowie urbane Siedlungsräume und Hauptkorridore ausgebaut werden. Im Vorjahr wurden daher die Mittel für den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur auf fünf Millionen Euro verdoppelt. Mit der Förderrichtlinie Radverkehr will das Land mit den Gemeinden und Städten gemeinsam Radverkehrs- und Abstellanlagen, Leitsysteme und bewusstseinsbildende Maßnahmen mit bis zu 100 Prozent fördern. Maßnahmenbündel bzw. mit dem Land abgestimmte Radverkehrskonzepte werden gegenüber Einzelmaßnahmen bevorzugt.

Dazu ein paar Beispiele:

Feldbach

Die Stadtgemeinde Feldbach ist die erste Pilotregion für die Erarbeitung und Umsetzung eines Radverkehrskonzeptes. Das Investitionsvolumen beträgt drei Millionen Euro, der Umsetzungszeitraum drei Jahre.

Trofaiach

In der Stadtgemeinde Trofaiach wurde das Projekt Radverkehrskonzept bereits 2017 ge- startet, im Laufe des heurigen Jahres sollen nach Befragung der Bevölkerung die Netzplanung, die Bewusstseinsbildung und die daraus resultierenden Maßnahmen erarbeitet werden.

Gratkorn/Gratwein

Über Gemeindegrenzen hin- weg haben sich die Marktgemeinden Gratkorn und Gratwein-Straßengel zusammengetan, um ein gemeinsames Radverkehrskonzept zu entwickeln.

Graz

In der Landeshauptstadt Graz werden die 2017 bereits erfolgten und die für 2018 geplanten Projekte mit insgesamt 3,5 Kilometern Länge vom Land Steiermark mit 50 Prozent gefördert. 

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