Pfleger © Kzenon, AKSTMK
Mehr alte Menschen – weniger Pflegekräfte – keine gesicherte Finanzierung: viel Arbeit für die Regierung beim Thema Pflege. © Kzenon, AKSTMK
30.1.2020

Erste Maßnahmen auf der Großbaustelle Pflege

Mehr alte Menschen – weniger Pflegekräfte – keine gesicherte Finanzierung: Das sind die Schlagworte zur Großbaustelle Pflege, die von der Regierung mit ersten Maßnahmen in Angriff genommen wird. Angekündigt wurde für den Herbst eine schulische Pflegeausbildung mit Matura, mehr Unterstützung pflegender Angehöriger und eine Qualitätssicherung der 24-Stunden-Betreuung. Die beruflichen Belastungen für die Pflegekräfte sollen reduziert werden, der Berufsstand als Ganzes mehr Wertschätzung bekommen, sagte der neue Sozialminister Rudolf Anschober.

Gute Pflege für alle

Die Arbeiterkammer steht mit ihrem Beratungs- und Serviceangebot mitten im Versorgungsdreieck zwischen Pflegebedürftigen, deren Angehörigen und der professionellen Pflege. Oberstes Ziel für die Arbeiterkammer ist, dass alle Menschen in Österreich ohne finanzielle Barrieren Zugang zu qualitätsvoller Pflege haben. „Das schließt gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten mit ein“, betont AK-Präsident Josef Pesserl. Notwendig ist eine nachhaltige und solidarische Finanzierung der Pflege.

Personalnot bestätigt

Bei den Beschäftigten in den Pflege- und Gesundheitsberufen herrscht akuter Personalnotstand – die Beschäftigten leiden unter hohen Belastungen. Das zeigt die Arbeiterkammer seit Jahren auf und warnt vor den negativen Folgen. Die neue offizielle Studie „Pflegepersonal-Bedarfsprognose“, die von der Regierung vorgestellt wurde, bestätigt den enormen Handlungsbedarf: Bis 2030 braucht es 75.000 neue qualifizierte Pflegekräfte.