7.5.2015
Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Demokratie ist mühsam, aber verbesserbar

Diskussion im Grazer Kammersaal © Selina Graf, AK Stmk

Mehr als 250 SchülerInnen aus drei Berufsschulen und fünf AHS-Oberstufen diskutierten  im Grazer Kammersaal mit dem bekannten Politologen Univ.-Prof. Dr.  Peter Filzmaier über Wählen  und politische Beteiligung – ein spannender Diskurs mit probeweiser Abstimmung in einer Wahlkabine.

„Ohne aktive Beteiligung ist Demokratie schwer realisierbar“, begrüßte AK-Präsident Josef Pesserl  die jungen politikinteressierten Zuhörer. Da Politische Bildung nur in Berufsschulen als Unterrichtsfach verankert ist, fordert Pesserl dies  für alle Schultypen. Mit der Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre habe Österreich eine Vorreiterrolle und große Verantwortung übernommen. Den Wert von Politischer Bildung sieht der AK-Präsident im wirksamen Mittel gegen Radikalismus und Extremismus.

Politologe Peter Filzmaier © Graf, AK Stmk

Danach hielt Peter Filzmaier eine kurzweilige Unterrichtsstunde über demokratische Prinzipien, Wahlsysteme und politische Mechanismen.  Wählen allein sei aber noch nicht mit politischer Beteiligung gleichzusetzen, es gebe auch eine Holschuld der BürgerInnen, sich bei demokratischen Prozessen einzubringen. Gleichzeitig räumte er ein, dass Formen direkter Demokratie hierzulande nicht sehr ausgebaut seien.

Wirkungslose Plakatwerbung

In der anregenden Diskussion bezweifelte Filzmaier die Wirksamkeit teurer Plakatwerbung. 90 Prozent nehmen sie zwar wahr, aber nur vier Prozent lassen sich durch Plakate beeinflussen. Der Politologe befürwortet mittlerweile eine Frauenquote, umgekehrt sei es schwierig, den Parteien einen bestimmten Anteil von Jugendlichen auf den Wahllisten vorzuschreiben.  Bei einer Prognose für die steirische Landtagswahl passte der Experte, da die Zahl der Wechselwähler und Spätentschlossenen stark zugenommen habe.  „Die Schlüsselfrage ist,  bleiben die bisherigen Koalitionspartner zusammen?“

Die zunehmende Anzahl neuer Parteien wertete der Wissenschafter als „Sehnsucht  nach einer anderen Politik“. Die Parteien sein aber selber schuld, wenn sie durch gegenseitige Schlammschlachten ihr Image ruinierten. Filzmaier befürwortete eine Beschränkung der Wahlkampfkosten und Einhaltung von Transparenzregeln. Sein abschließendes Resümee: „Demokratie ist mühsam und dauert mitunter lange“.

Viele Ideen gegen hohe Schulkosten

AK-Präsident Pesserl für höhere Schulbeihilfe. Kosten bei Sprachreisen eindämmen, 15% der SchülerInnen können sich Schulveranstaltungen nicht leisten.

TeilenZu Merkzettel hinzufügen

Facebook-Funktion aktivieren

Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Verwandte Links

Zum Seitenanfang
Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
OK