29.7.2016
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Ideen als Plus für Beschäftigte

Einen positiven Effekt auf die Beschäftigungsentwicklung zeigt eine neue Studie über „Die Wirkung von Innovationsaktivitäten geförderter österreichischer Unternehmen auf die Belegschaft“, durchgeführt vom WIFO im Auftrag des Infrastrukturministeriums (bmvit) und der AK Wien.

Mahringer: Positive Wirkung von Innovationen

„Innovierende Unternehmen bauen ihre Belegschaft stärker aus als vergleichbare andere Unternehmen, um rund plus 2,5 Prozent. Das weist auf die positive Wirkung von Innovationen auf die Wettbewerbsfähigkeit hin“, sagt Studien-Koautor Helmut Mahringer. „Es zeigen sich auch positive Effekte auf Jobbedingungen wie Beschäftigungsdauer und Bezahlung. Offensichtlich profitieren jedoch nicht alle gleichermaßen: Innovierende Unternehmen stellen eher Männer als Frauen und eher Jüngere als Ältere ein. Zudem entwickelt sich der Anteil von Personen mit geringer und vor allem mittlerer Qualifikation in diesen Betrieben schwächer. Innovationen sind sowohl für den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen als auch für eine positive Beschäftigungsentwicklung wichtig. Die Herausforderung am Arbeitsmarkt besteht darin, möglichst viele Arbeitskräfte hier mitzunehmen sowie Austauschprozesse in den Belegschaften und damit eine Benachteiligung von Belegschaftsteilen mit schlechteren Arbeitsmarktchancen zu vermeiden“, schlussfolgert Mahringer.

Leichtfried: Innovative Unternehmen schaffen Arbeitsplätze

Jörg Leichtfried, Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie: „Innovative Unternehmen bringen eine Vielzahl von Vorteilen mit sich. Sie schaffen mehr Arbeitsplätze, die Jobs sind stabiler und besser bezahlt. Unser Ziel muss darum sein, möglichst viele innovative Unternehmen in Österreich zu halten und neue dazuzugewinnen. Die öffentliche Hand kann dafür die Rahmenbedingungen schaffen. Etwa mit leistungsfähiger Infrastruktur, gut ausgebildeten Fachkräften und gezielter Forschungsförderung. Genau dort will ich ansetzen. Unsere Forschungsförderung soll in Zukunft noch effektiver werden.“

Kaske: Es profitiert auch die Belegschaft

„Innovationen sind nicht nur ein Jobmotor, sondern es profitiert auch die Belegschaft. Innovative Unternehmen sind daher auch wettbewerbsfähiger“, betont AK Präsident Rudi Kaske. „Damit aber schon länger Beschäftigte und geringer qualifizierte Arbeitnehmer nicht unter Druck geraten und Frauen die gleichen Möglichkeiten haben, braucht es von den Unternehmen selbst mehr Anstrengung. Alle – Jüngere, Ältere, Frauen genauso wie Männer – müssen zudem die gleichen Chancen haben, ihre Qualifikationen weiterzuentwickeln und diese auch erfolgreich anzuwenden. Daher will die AK mehr Investitionen in Aus- und Weiterbildung, etwa einen gesetzlichen Rechtsanspruch auf eine Bildungswoche im Jahr. Wegweisende Schritte muss es schon in der Schule geben, Stichwort Berufsorientierung. Und Frauen muss der Zugang zu innovativen Unternehmen erleichtert werden – durch entsprechende Ausbildung und Förderung. Überdies soll endlich eine Schlichtungsstelle für Diensterfindungen eingeführt werden, um Vergütungsansprüche von DienstnehmerInnen rasch zu entscheiden.

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