29.6.2017
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AK holt von Santander 41.000 Euro zurück

Zwei Frauen sitzen vor Laptop und freuen sich. © Antonioguillem, Fotolia

Die Bank hat bei den tatsächlichen Kreditkosten gegen das Verbraucherkreditgesetz verstoßen, wie der OGH im September 2013 feststellte – doch es gibt noch immer Betroffene, die zu viel zahlen. Deswegen startete die AK Steiermark in der Mai-Ausgabe ihrer Mitgliederzeitung ZAK einen erneuten Aufruf, sich im AK-Konsumentenschutz zu melden. 

Zwei Drittel erspart

Nach dem neuerlichen Aufruf meldeten sich sechs Personen, für zwei konnten die AK-Konsumentenschützer erfolgreich intervenieren. Im ersten Fall hatte ein Kunde einen Kredit von 50.000 Euro mit zehn Jahren Laufzeit aufgenommen. Laut Santander hätte er Gesamtkosten von 80.000 Euro zurückzahlen müssen. Nach Überprüfung durch die AK und anschließender Intervention zahlt er „nur“ mehr 60.000 Euro – zwei Drittel weniger – zurück. Im zweiten Fall konnten einem Konsumenten insgesamt 21.000 Euro erspart werden. Er hatte einen Kredit von 33.500 Euro auf zehn Jahre abgeschlossen. 

Die Vorgeschichte

Die Bank verwendete eine gesetzeswidrige Klausel, die die Kreditsicherheit nicht in den effektiven Jahreszinssatz eingerechnet hatte. Der OGH entschied, dass die Klausel unwirksam ist, da sie „überraschend, gröblich benachteiligend und intransparent“ sei. Die Folge: Die Bank hat die Kredite neu abzurechnen. Der vertraglich vereinbarte Sollzinssatz muss verringert werden, damit der angegebene effektive Jahreszinssatz tatsächlich erreicht wird.
Betroffen sind alle Verbraucherkredite mit einer Kreditrestschuldversicherung, die zwischen 11. Juni 2010 und 27. Juli 2014 bei der Santander Bank abgeschlossen wurden. 

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