13.12.2016
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Was kostet es, sich gesund zu ernähren?

Auf der Suche nach der Nährwerttabelle. © Kadmy, Fotolia

Die momentane Durchschnittsernährung der Österreicher entspricht nicht den Empfehlungen. Wir essen viel zu wenig Obst und Gemüse. Bei Fleisch- und Wurstprodukten kennen wir jedoch kein Halten und liegen weit über den Empfehlungen: So essen laut dem österreichischen Ernährungsbericht Frauen im Durschnitt 1,5 Mal und Männer 3,5 Mal so viel davon wie empfohlen. Unsere Energie holen wir uns zu 20 Prozent von geduldeten Lebensmitteln wie Backwaren und Süßigkeiten. Gemeinsam mit der AK berechnete die Fach- und Koordinationsstelle Ernährung des Gesundheitsfonds Steiermark die Kosten für Wochenspeisepläne. Damit wurden die Kosten der gesunden Ernährung mit denen der üblichen verglichen. Die Grundlage für die gesunde Ernährung bzw. die Abweichung davon, stellt die österreichische Ernährungspyramide dar. Auswärts in Restaurants essen zu gehen wurde nicht berücksichtigt.  

Gesund ist leicht teurer

Eine gesunde Ernährung kann ungefähr gleich viel kosten wie eine übliche Ernährung. Es gibt zwar Mehrkosten durch die größeren Mengen an Gemüse und Obst sowie an Milch-, Getreideprodukten und Fisch, diese können aber durch eine Reduktion bei Fleisch und Wurst sowie bei den Getränken und den Süßigkeiten ausgeglichen werden. Konkret kostet die berechnete gesunde Ernährung für einen Erwachsenen im Durchschnitt um acht Prozent  mehr als die berechnete übliche Ernährung und kommt auf durchschnittlich 186 Euro pro Monat pro Person. Die durchschnittlichen Kosten der angenommenen üblichen Ernährung belaufen sich auf 172 Euro pro Monat pro Person.

Die Preistreiber

Softdrinks, Wellnessgetränke und Energydrinks weisen im Durchschnitt den höchsten Literpreis im Vergleich zu den anderen Getränken der Erhebung auf, nämlich  2,07 Euro/Liter. Die in der Erhebung befindlichen Vollkornprodukte sind im Durchschnitt um 112 Prozent teurer. Die höchsten Mehrkosten bereitet die Wahl von Vollkornbrot. Hier konnte eine Preisdifferenz von 188 Prozent ermittelt werden.
Hier liegt das Sparpotenzial
Die Erhebung zeigte, dass Obst und Gemüse, wenn es in der Saison gekauft wurde, durchwegs günstiger ist. So war Gemüse, das im Juni Saison hatte, im Durchschnitt im Juni auch um 14 Prozent  günstiger als im Februar. Beim Obst zeigte sich, dass Erdbeeren im Juni um etwa 22 Prozent weniger kosten als im Februar. Hülsenfrüchte sind die günstigsten Proteinlieferanten. Sie sind billiger als Fleisch (bis 76 Prozent), Wurst und Schinken (bis 62 Prozent) und Fisch ( bis 85 Prozent).

Tipps für günstigen Einkauf

  • Leitungswasser trinken
  • Filterkaffe anstelle von Kapseln
  • nach Saison essen
  • Resteküche wieder beleben
  • an den Einkaufszettel halten
  • Preise vergleichen
  • nicht mit leerem Magen einkaufen gehen
  • Kühlschrank organisieren: schnell verderbende Produkte nach vorne
  • die Produkte richtig lagern
  • Haushaltsbuch führen


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