18.9.2014
Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Heimliche Fettbomben

Herzsnack von Der Mann © -, VKI

Dass Speck kein Diätessen ist, weiß jeder. Wie viel Fett aber auch in scheinbar gesunden Lebensmitteln und Knabbereien stecken kann, ist überraschend.

Dass die Fettzufuhr etwas mit Gesundheit – oder Krankheit – zu tun hat, weiß man schon lange. Zu viel Fett macht nach wie vor ganz einfach fett, verursacht also Übergewicht. Wer viele gesättigte Fettsäuren aufnimmt, riskiert außerdem einen gestörten Fettstoff­wechsel und erhöht sein Risiko für eine Herz- Kreislauf-Erkrankung, möglicherweise auch für Brustkrebs. Mehrfach ungesättigte Fett­säuren dagegen senken das Risiko für Blut­hochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfall.

Nicht in die Fettfalle tappen. Fett zu sparen und dazu noch auf eine günstige Fettzusammensetzung zu achten, ist daher angesagt. Klingt leider einfacher, als es ist. Gut zwei Drittel unserer Tagesration an Fett nehmen wir nämlich ausgerechnet in Form von versteckten Fetten zu uns – Fett, das quasi unsichtbar ist. Reichlich Fett ver­birgt sich zum Beispiel in vielen Käsesorten, in Frittiertem und Paniertem, in Snacks und Backwaren sowie in Wurst- und Fleischwaren. Doch auch Müsliriegel zum Beispiel, vegetarische Aufstriche, gesunde Jausenweckerl, Bio-Knabbereien und Fertig­gerichte mit viel Gemüse können beträchtliche Fettmengen enthalten.

Gesund heißt nicht mager. Schon beim Studium der Zutatenliste zeigte sich: Fett steht bei vielen dieser Lebensmittel erstaunlich weit vorne, was eine erste Infor­mation über die tatsächlich enthaltene Fett­menge liefert. Nächstes Aha-Erlebnis: Nicht immer finden sich auf den Verpackungen Angaben zu Portionsgrößen. Und wenn doch, so sind diese häufig viel zu klein be­messen. Schließlich kann man mit den häufig auf den Verpackungen genannten Miniportionen selbst das fetteste Produkt schlanker rech­nen, als es tatsächlich ist.

Auf die Portionsgrößen achten. Geht man von realistischen Portionsgrößen aus, enthalten die Lebensmittel im Test bis zu 35 Gramm Fett pro Portion. Isst also eine erwachsene, normalgewichtige Frau den Marokkanischen Salat von Ströck oder den Good Choice Salatcup Schinken & Käse von Hofer, hat sie in Sachen Fett gleich einmal 50 Prozent ihres Richtwerts für die tägliche Zufuhr intus. Etwas weniger, nämlich rund ein Drittel dessen, was pro Tag an Fett zu­träglich ist, steckt im Spar Enjoy Neuburger Sandwich, im Inzersdorfer Geflügelaufstrich (gerechnet auf 2 Brote) und im Ströck Tofu-Snack. Bei diesen Produkten ergibt sich noch eine besondere Problematik: Sie machen nicht wirklich satt, denn es braucht rund 325 bis 400 Gramm Essen, um ein angenehm molliges Gefühl im Magen zu bekommen. Sowohl das Sandwich als auch der Tofu-Snack liegen gewichtsmäßig aber weit darunter. Ergebnis: Das Fett ist drin, doch der Hunger bleibt …

Ungesättigte Fettsäuren. Immerhin gibt es auch Produkte, die reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind. Dazu zählen z.B. die Aufstriche von Vega Vita und Zurück zum Ursprung. Reich an einfach ungesättigten Fettsäuren sind der Gemüse Salat von Efko und das Sandwich mit Putenschinken und Ei von Chef Menü. (Testergebnisse in der Infobox rechts)

Tipps für Konsumenten

Skeptisch sein. Vertrauen Sie nicht darauf, dass vermeintlich gesunde Pro­dukte wie Müsli & Co weniger Fett ent­halten. Häufig ist das Gegenteil der Fall, wie dieser Test eindrucksvoll zeigt.

Kleingedrucktes beachten. Nähr­wertkennzeichnung immer genau lesen. Kalorienangaben auf die tatsächlich kon­sumierte Portionsgröße umrechnen.

Frisch und fruchtig. Zu jeder Mahlzeit Obst und Gemüse essen. Das füllt den Magen und hat trotzdem nur wenige Kalorien.

Detaillierte Testergebnisse: http://www.konsument.at/cs/Satellite?pagename=Konsument/MagazinArtikel/Detail&cid=318890378473 (kostenpflichtig)

Ernährung am Arbeitsplatz

Schokolade im Nachmittagsstress? Wenn die Energie abgebrannt ist, kalorienfreier Stressabbau, rcihtig trinken, nachhaltig einkaufen, Rezepte uvm.

Kinderlebensmittel

52 Kinderlebensmittel unter der Lupe: zu hoher Zucker,- Fett- und Salzgehalt, Webseiten als Köder bei jedem vierten Produkt.

Sauberes Geduldspiel

VKI testet Sparmeister bei den Geschirrspülern, sechs der acht Maschinen reinigen sehr gut, Dauer der Spülgänge ist ein Geduldspiel.

TeilenZu Merkzettel hinzufügen

Facebook-Funktion aktivieren

Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen
Zum Seitenanfang
Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
OK