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Schulbuffets sind süße Verführer

Preisunterschiede bis zu 100% bei Schulbuffets, bedenkliche Bestückung der Lebensmittelautomaten und Eistee als Lieblingsgetränk zeigen, dass die gesunde Jause an steirischen Schulen noch gute Rezepte braucht.

Schulbuffets haben eine besondere Bedeutung im Alltag der Kinder, da ein Drittel der Schüler nicht frühstückt und die Hälfte aller 6- bis 14-Jährigen keine Jause mitbekommt. Daher hat die AK-Marktforschung das Angebot von 17 Schulbuffets in der Steiermark bewertet, wobei Mag. Martina Karla Steiner die vom Gesundheitsministerium fixierten Mindeststandards der „Leitlinie Schulbuffet“ als Maßstab heranzog (Link in der Infobox).

Zuviel Süßes, wenig Fleischloses

„Meistens gibt es zu viele Süßigkeiten, zu viele Mehlspeisen und zu wenig Fleischloses im Angebot“, lautet das Resümee der Tour durch die Schulbuffets, wobei keines allen Mindestkriterien entsprach. Da die Anforderungen bei Obst und pikanten Knabbereien überwiegend eingehalten und bei Getränken positive Tendenzen feststellbar waren, gab es für die Buffets ein „2 bis 3“ als Schulnote.

Markante Punkte der Studie:

  • Bioprodukte, meist in Form von Getränken, sind bei 50% der Buffets im Angebot.
  • Eistee ist der Beststeller unter den Getränken, die klassische Extrawurstsemmel ist out: Stattdessen gibt es Weckerln mit Schinken, Käse und Gemüse.
  • Bei den Preisen wurden Unterschiede bis zu 100 Prozent (Äpfel) notiert.
  • Im Schnitt finden sich in den Schulen 5 Automaten (in der größten Schule, der Bulme, insgesamt 12). Mängel: zu viele zuckerreiche Getränke, oft kein Wasser im Angebot.Von den 17 getesteten Buffets schnitten BG-BRG Fürstenfeld und Köflach, BORG Bad Radkersburg und die HLW Schrödinger Graz am besten ab.
  • Mehlspeisparadies

Als positiv ist hervorzuheben, dass keine alkoholischen Getränke erhältlich sind, nur zwei Buffets führen Energy Drinks. Dass Österreich ein Mehlspeisparadies ist, zeigt sich an der Vielfalt (bis zu 56 im Angebot), Größe (mehr als handtellergroß) und der zentralen Positionierung.

Die steirische AK versteht die Untersuchung als Impuls, stärker einen gesunden Weg einzuschlagen: „Die Buffetbetreiber an den Schulen halten die Leitlinien für gut, befürchten aber wirtschaftliche Probleme“, bemängelt Mag. Susanne Bauer eine zögerliche Umsetzung der Mindeststandards. So sei das Gemüse- und Salatangebot bescheiden und die Befüllung der Automaten zu überdenken. Auch sollte Werbung für zuckerhaltige und fettreiche Nahrungsmittel aus den Buffets verbannt werden (Details in der Infobox).


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